Borreliose hat wohl jeder schon einmal gehört. Die Angst, dass man selbst oder der Hund erkranken könnte, ist der bittere Beigeschmack jedes Sommerspaziergangs. Denn Borreliose ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die Zecken durch Bisse übertragen. Die gute Nachricht ist: Hunde können erst erkranken, wenn die Zecke 16-24 Stunden Blut gesaugt hat. Wenn die Zecke allerdings unentdeckt bleibt, steigt das Risiko der Übertragung einer Borreliose. Deswegen sollte die Kontrolle nach jedem Spaziergang obligatorisch sein.

Welche Symptome hat mein Hund bei Borreliose?

Borreliose frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist besonders wichtig. Sobald der Verdacht einer Borreliose besteht, sollte dein Tierarzt unbedingt einen Borreliose-Test durchführen. Anfangs, oft auch über Monate hinweg, verläuft die Erkrankung symptomfrei. Die Wanderröte, der bekannte rote Kringel um den Zeckenbiss, fällt beim Hund häufig weg oder ist durch das Fell verdeckt. Eine Rötung und Schwellung deutet deshalb immer auf eine Entzündung hin.

Symptome, die auch Monate später auftreten können, betreffen hauptsächlich die Gelenke. Betroffene Hunde humpeln oder haben Probleme beim Aufstehen. Der Hund bekommt teilweise hohes Fieber und hat angeschwollene Lymphknoten. Er macht außerdem einen kranken, müden und appetitlosen Eindruck. Für viele Hundebesitzer ist es schwierig, die Symptome nach Monaten noch auf den Zeckenbiss zurückzuführen. Deshalb ist Vorsicht, wie immer, besser als Nachsicht.
Weitere Folgesymptome können das Herz und die Nieren betreffen, aber auch Lähmungserscheinungen verschiedener Körperteile können vorkommen.

Wie wird Borreliose bei meinem Hund diagnostiziert?

Beim Verdacht auf Borreliose solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er kann daraufhin einen Bluttest veranlassen. Werden bei einem Hund Borrelien im Blut festgestellt, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Hund auch an Borreliose leidet. Das Blutbild, die Symptome im Zusammenhang mit einem Zeckenbiss sind aber immer ein wichtiger Hinweis für den Tierarzt. Eine 100%ige Sicherheit gibt es bei einer Borrelioseinfektion allerdings nie! Selbst wenn Symptome, Blutbild und Biss zusammenpassen, könnte die Zecke auch andere Krankheitserreger in sich getragen haben, welche die Symptome auslösen.

Wie kann die Borreliose bei meinem Hund therapiert werden?

Je eher die Borreliose entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollte im Zweifel immer der Tierarzt um Rat gefragt werden. Ist die Diagnose für Borreliose gestellt, leitet der Veterinär eine Antibiotikatherapie ein. Das spezielle Antibiotikum muss einen Monat lang konsequent verabreicht werden. Da die Borrelioseerreger sehr widerstandsfähig sind, muss die Behandlung nach 3 Monaten wiederholt werden. Unter Umständen kann eine fünffache Wiederholung von Nöten sein. Neben der Antibiotikatherapie können schmerzstillende Medikamente die Symptome lindern.

Wenn die Antibiose nicht konsequent durchgeführt wird oder (in seltenen Fällen) nicht anschlägt, bekommt der Hund in unregelmäßigen Abständen Borrelioseschübe mit den typischen Krankheitssymptomen.

Damit der liebe Vierbeiner gesund bleibt sollten Zecken natürlich vermieden werden. In diesem Beitrag über Zecken sind tolle Tipps gegen Zecken zu finden. Am besten wird der Hund zusätzlich jeden Tag auf Zecken untersucht.

Felix von edogs

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Ich schreibe nicht nur Beiträge im edogs Magazin, sondern bin auch für das Social Media Marketing auf Facebook und Instagram zuständig.
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