Welpenfutter

Seinem kleinen Welpen möchte man den Start ins Leben immer so angenehm wie möglich machen. Doch worauf muss ich überhaupt achten? Und wieso ist es so wichtig das optimale Welpenfutter für seinen Junior zu finden? Wir haben ein paar Fakten und Tipps für euch zusammengestellt.

Für eine gesunde Entwicklung deines Welpen ist als erstes die Muttermilch von hoher Bedeutung. Die Mutter versorgt ihre Welpen in den ersten Lebenswochen mit ihrer Milch, die perfekt auf den Bedarf der Welpen abgestimmt ist. Nach und nach wird dann neben der Muttermilch langsam das Welpenfutter eingeführt. Kleine Welpen sind während ihres Wachstums zum erwachsenen Hund hin besonders anfällig für Mangelerscheinungen und Erkrankungen wie Erbrechen oder Durchfall, da sie noch einen sehr sensiblen Magen-Darm-Trakt haben. Das richtige Welpenfutter legt für die Welpen also den Grundstein für ihre Gesundheit und ein gesundes Wachstum. Natürlich auch für die Zeit als ausgewachsene Hunde.

Was sollte Welpenfutter enthalten?

Da die jungen Welpen innerhalb der ersten vier Wochen wöchentlich ca. fünf Prozent ihres Körpergewichts zunehmen, benötigen sie eine besonders gesunde Ernährung. Hierfür eignet sich gesundes Welpenfutter, das viele Mineralstoffe, Vitamine, Proteine und eine Menge Energie enthält. Proteine decken den Aminosäurebedarf. Vitamine stärken das Immunsystem und fördern den gesunden Skelettaufbau. Diese wichtigen Nährstoffe sind also insgesamt entscheidend für das Wachstum der Welpen. Auch auf ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis im Futter solltest du achten. Das ist für die Knochenentwicklung deines Hundes besonders wichtig. Stärke sollte hingegen in dem Hundefutter nur in ganz geringem Maße enthalten sein. Diese Bestandteile können zu Durchfall führen. Bei dem Welpenfutter kann es sich um Trockenfutter, aber auch Nassfutter handeln, welches am Anfang für die jungen Hunde mit Wasser verdünnt wird. Je älter die Welpen werden, umso weniger musst du das Futter verdünnen. Irgendwann kannst du das Trockenfutter oder Nassfutter dann pur füttern.

Welpenschutz

Fleisch sollte bei gesunden Hunden immer im Futter vorhanden sein, denn Hunde sind Allesfresser mit Vorliebe für Fleisch. Huhn eignet sich zum Beispiel gut, da es leicht verdaulich und mager ist. In Kombination mit Reis gilt es als wahrer Klassiker, um kranke Hunde wieder aufzupäppeln. Rind hat leider einen hohen Fettanteil, ist jedoch nahrhaft und liefert wichtige Kalorien. Bei Wild handelt es sich um sehr fettarmes Fleisch. Es ist gut verdaulich und hypoallergen. Das heißt es kann an Allergiker-Hunde verfüttert werden. Lammfleisch ist ebenfalls sehr bekömmlich und hat ein gutes Fleisch-Fett Verhältnis. Besonders eignen sich Stücke vom Rücken oder Filet.

Bei großen Hunderassen wie zum Beispiel der Deutschen Dogge solltest du darauf achten, dass dein Hund das hochwertige, energiereiche Welpenfutter nicht allzu lange erhält. Eine Überversorgung mit Energie kann zu einem zu schnellen Wachstum führen. Auch Fettzellen bilden sich vermehrt und das Risiko für Übergewicht beim erwachsenen Hund steigt. Die noch unreifen Knochen entwickeln sich dann mit zu geringer Dichte und Stabilität. So kann das erreichte Körpergewicht noch nicht genug gestützt werden. Als Folge kann es zu einer Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie kommen. Um dem entgegenzuwirken ist es sinnvoll, deinen Hund mehrmals am Tag mit kleineren Portionen zu füttern. Aber auch kleine Hunderassen wie der Dackel und mittelgroße Rassen wie der Australian Shepherd haben einen rasse- und altersabhängigen Bedarf an Mineralstoffen, den du beachten musst.

Welches Welpenfutter eignet sich für meinen Welpen?

Die Angebotsvielfalt für Welpenfutter ist enorm und kann einen Erstwelpenbesitzer auch schnell überfordern. Neben preiswerteren Marken aus dem Supermarkt gibt es viele Hersteller, die teurer sind und dem Hundehalter eine optimale Ernährung ihres Hundes versprechen. Oftmals haben die Futtersorten Bezeichnungen mit Begriffen wie „Puppy“ oder „Junior“. Daran erkennst du direkt, dass das Futter für Welpen und Junghunde geeignet ist. Um sich einen Überblick zu verschaffen, hilft ein Blick in Tests von Nass- und Trockenfutter für Welpen. So untersucht Öko-Test auch Welpenfuttersorten aus allen Preissparten.

Der Testsieger bei Öko-Test ist ein hochwertiges Trockenfutter, das speziell auf die Bedürfnisse von Welpen und Junghunden abgestimmt ist und für eine optimale Ernährung sorgt. Die Zusammensetzung des Trockenfutters orientiert sich an der Nahrung der Ur-Hunde-Welpen. Neben Fleisch und Fisch gehören auch Kräuter, Gemüse und Früchte dazu. Damit sind die jungen Hunde optimal versorgt und erhalten alle wichtigen Nährstoffe. So enthalten gut bewertete Futtersorten einen hohen Anteil an Fleisch, wie Entenfleisch. Außerdem sind Zusätze wie Kartoffeln, Anissamen, Heidelbeeren, Bockshornklee und Löwenzahn verarbeitet. So eignet sich Entenfleisch (Muskelfleisch) sehr gut für Welpen, da es reich an ungesättigten Fettsäuren und Vitaminen ist. Das macht das Futter gut verträglich. Ebenso besitzt es einen hohen Eisen-, Zink- und Kupferanteil. Mit einem solchen Futter gelingt deinem Welpen sicher ein guter Start ins Hundeleben.

Hundefutter als BelohnungNeben Trockenfuttersorten wurden auch Nassfutter getestet, die einen Fleischanteil aus Huhn oder Lamm haben. Wenn in den Futtersorten Eierschalenpulver verarbeitet ist, bekommt der Welpe eine ausreichende Calciumversorgung. Zusätze, wie Blütenpollen und Seealgen ergänzen das Nassfutter mit Vitaminen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren. Je nach Hersteller ist spezielles Welpenfutter mit einem sehr geringen Anteil an Getreide (null bis sechs Prozent) versehen. So wird die Verdauung deines Juniors nicht belastet.

Worauf du konkret beim Welpenfutter für deinen Hund achten solltest

Zuerst einmal ist es egal, ob du deinen Welpen mit Nassfutter oder Welpen Trockenfutter fütterst. Wichtig sind die gesunden Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und so weiter. Getreide sollte das Hundefutter jedoch nicht beinhalten. Die Stärke belastet die Verdauung deines Lieblings zu sehr. Je nach Größe, Alter und Gewicht des kleinen Juniors solltest du mehrmals am Tag füttern und das Welpenfutter bei großen Rassen etwas eher absetzen. So vermeidest du ein zu schnelles Wachsen deines Junghunds und das Risiko von späteren Gelenkproblemen. Lass dich von erfahrenen Personen beraten und stimme das Futter genau ab, egal ob du eine kleine Rasse oder einen großen Hund hast. Auch kleine Hunde sollten niemals Übergewicht haben, da ihre Knochen und Gelenke weniger belastet werden können, als bei großen, stabil gebauten Hunden.