Diabetes beim Hund : trauriger Hund im Gras

Nicht nur Menschen können an Diabetes erkranken, sondern auch Hunde! Circa 1% der Vierbeiner leiden an der chronischen Stoffwechselerkrankung. Die Ursachen, Symptome und Behandlungsformen erfährst du hier!

Was ist Diabetes beim Hund?

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung. Sie tritt vor allem bei älteren Hunden auf. Erkrankten Hunden fehlt das nötige Insulin, um ihren Blutzuckerspiegel zu senken.  Die Funktion ihrer Bauchspeicheldrüse ist eingeschränkt und es wird zu wenig oder gar kein Insulin mehr produziert. Das Insulin ist notwendig, um die Glukose, die über das Futter aufgenommen wird, aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. In den Zellen wird der Zucker dann in Energie umgewandelt. Fehlt das nötige Insulin im Körper des Hundes, dann bleibt der Zucker im Blut und der Blutzuckerspiegel steigt stetig an.

Diabetes Typen

Diabetes beim HundDiabetes lässt sich in zwei formen Unterscheiden: Diabetes mellitus Typ 1 und Diabetes mellitus Typ 2. Diabestes mellitus 1 entsteht durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. Infektionen, genetische Veranlagung oder eine Störung des Immunsystems können der Auslöser der Krankheit sein. Aber auch die falsche Ernährung, Übergewicht oder Hormonerkrankungen beim Hund können die Erkrankung begünstigen.

Bei Diabetes Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse der Hunde zwar Insulin, aber es wir von den Körperzellen nicht erkannt. Der Körper ist quasi resistent gegen das Insulin (Insulinresistenz). Typ 2 kommt bei Hunden allerdings selten vor.

Ursachen von Diabetes beim Hund

Meist sind vor allem nicht kastrierte Hündinnen von Diabetes betroffen. Vermehrt tritt die Erkrankung auch bei übergewichtigen Hunden auf. Besonders häufig tritt Diabetes bei den folgenden Rassen auf: Beagle, Dackel, Golden Retriever, Zwergpinscher, Terrier und Labrador.

Symptome

Meistens trinken die Hunde sehr viel und lassen dementsprechend auch auffällig viel Wasser. Zudem haben die Hunde häufig großen Appetit,  verlieren aber trotzdem an Gewicht. Fellveränderungen und Linsentrübungen beim deinem Hund können auch auf Diabetes hindeuten. In extremen Fällen kann es auch zu Erbrechen, Kreislaufkollaps oder Veränderungen im Blut kommen. Wenn du entsprechende Symptome bei deinem Hund bemerkst solltest du deinen Hund direkt zum Tierarzt bringen. Denn eine schnelle Diagnose und Behandlung sind von Vorteil.

Diagnose

Hund trinkt Wasser : Diabetes beim Hund

Wenn du deinem Tierarzt die oben beschriebenen Symptome schilderst, wird er zunächst einen Urin– und Blutuntersuchung bei deinem Hund durchführen. Anhand der Ergebnisse kann der Tierarzt dann die Diagnose stellen und die passende Therapie einleiten. Häufig werden grade bei älteren Hunden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, um weitere Erkrankungen auszuschließen.

Therapie

Diabetes Typ 1 ist nicht heilbar. Die Erkrankung lässt sich aber mit regelmäßigen Insulin Spritzen gut behandeln. Wenn dein Hund betroffen ist, dann musst du ihm voraussichtlich zweimal am Tag Insulin spritzen. Es wird in der Regel immer direkt nach den Mahlzeiten verabreicht. Wenn es sich um eine Hündin handelt wird häufig eine Kastration empfohlen. Die während der Läufigkeit ausgeschütteten Hormone können die Diabetes nämlich negativ beeinflussen.

Die Behandlung von Typ 2 kann auch mit Medikamenten in Tablettenform erfolgen.

Vorgehen

Ähnlich wie beim Menschen muss dein Hund zuerst richtig eingestellt werden. Die Insulin Dosierung muss für jedes Tier individuell bestimmt werden, dies geschieht beim Tierarzt. In den ersten paar Wochen kannst du dich also auf zahlreiche Tierarztbesuche einstellen. In regelmäßigen Abständen werden die Blutzucker Werte kontrolliert. Diese Werte bilden dann eine Blutzuckerkurve anhand derer die Dosis des Insulins individuell auf die Tiere angepasst werden kann. Ist dein Hund erstmal richtig eingestellt, kannst du die Blutzuckermessungen auch Zuhause durchführen.

Ernährung

schwarzer Labrador: DiabetesBeim Hund mit Diabetes spielt auch die Ernährung eine große Rolle. Die Fütterung von deines Hundes sollte regelmäßig erfolgen. Zudem bietet es sich an auf ein Diät-Futter umzusteigen, welches die Glucoseversorgung reguliert. Auf ungesunde Leckerlis zwischendurch solltest du idealerweise auch verzichten, da diese zur Erhöhung des Blutzuckers führen.

Vorbeugen

Die Faktoren, die bei Hunden zu Diabetes führen sind sehr vielfältig und teilweise genetisch veranlagt. Daher gibt es hundertprozentige Vorbeugung. Trotzdem ist es sinnvoll den Hund mit gesundem Futter zu versorgen und Übergewicht beim Hund zu vermeiden. Zudem sollten sich die Hunde ausreichend bewegen.

Lisa von edogs

Ich schreibe nicht nur Beiträge im edogs Magazin, sondern bin auch für das Social Media Marketing auf Facebook, Instagram und Pinterest zuständig.
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