DIY Pfotenbalsam

Der Winter ist bei uns eingezogen! Draußen wird es kälter und drinnen lodert der Kamin. Viele von uns leiden in der kalten Jahreszeit unter trockener und rissiger Haut. Aber auch unsere Vierbeiner haben teilweise mit der Kälte zu kämpfen.

Wenn die Pfoten über den kalten Boden laufen, werden sie durch den Frost und das Streusalz trocken oder rissig. Das kann für deinen Hund schmerzhaft werden. Deswegen solltest du schon vorher aktiv werden. Im Handel findest du diverse Arten von Pfotenbalsam, jedoch beinhalten diese häufig unerwünschte Zusatzstoffe.

Wir zeigen dir, wie du einen Pfotenbalsam ganz einfach aus natürlichen Zutaten selber herstellen kannst. Probier es mal aus!

Für ein kleines Glas Pfotenbalsam (etwa 150 Gramm) benötigst du:

  • 80 ml Olivenöl
  • 30 g Sheabutter (aus dem Bioladen oder online erhältlich)
  • 15 g Bienenwachs (vom lokalen Imker oder online)
  • 20 g Fichten-, Kiefern- oder Tannenharz (selbst gesammelt oder online)
  • 3 TL getrocknete Ringelblumenblütenblätter (falls du keine auf dem Balkon hast, einfach mal freundlich im nächsten Gartenmarkt nach zwei oder drei Blüten fragen)
  • kleine Schraubgläser oder Salbentiegel zur Aufbewahrung
  • kleiner Leinenbeutel oder ausgedienter Nylonstrumpf
  • feines Sieb
  • Kaffee- oder Teefilter zum Abseihen

So bereitest du den Pfotenbalsam zu:

  1. Zuerst den Harz in den Strumpf oder den Leinenbeutel geben und verschließen. Das machen wir, damit keine festen Rückstände in das Öl übergehen wenn der Harz verflüssigt wird.
  2. Blütenblätter, Olivenöl und Harz (samt Beutel) in ein hitzebeständiges Glas füllen.
  3. Auf dem Herd im Wasserbad 30 Minuten lang bei maximal 60 °C ziehen lassen. Das kann auch etwas länger dauern, da das Lösen des Harzes dauern kann.
  4. Den Leinenbeutel mit den Harzrückständen entfernen.
  5. Den Ölauszug durch ein Sieb abseihen.
  6. Den Auszug zusammen mit dem Bienenwachs nochmals in ein hitzebeständiges Glas geben und im Wasserbad langsam erwärmen bis das Wachs geschmolzen ist. Das Wasser darf dabei nicht kochen!
  7. Jetzt kannst du das Glas aus dem Wasserbad nehmen und die Sheabutter darin schmelzen und schön rühren. Das machst du so lange bis eine homogene Masse entsteht.
  8. Um die Konsistenz zu überprüfen kannst du ein paar Tropfen auf einen kalten Teller geben. Fühlt es sich zu fest an, kannst du ein bisschen Olivenöl hinzugeben. Ist es zu flüssig, kannst du etwas Bienenwachs hinzufügen.
  9. Schon ist der Pfotenbalsam fertig und kann in Tiegel angefüllt werden. Ohne Deckel auskühlen lassen.

Am besten kannst du den Pfotenbalsam kühl und vor Licht geschützt aufbewahren. Dann kann er sich bis zu zwei Jahre halten.

Anwendung des Pfotenbalsam:

Bevor du mit deinem Hund die täglichen Gassirunden startest, trägst du einfach den Pfotenbalsam auf die Pfotenballen auf und verreibst ihn. Der Balsam schützt die Haut vor Rissen. Auch nach einem Spaziergang kann der Balsam hilfreich sein. Wenn beispielsweise doch kleine Verletzungen entstanden sind, kann der Pfotenbalsam positiv zur Selbstheilung beitragen.

Hier findest du noch weitere Tipps für die Pflege des Hundes im Winter.