Dog Dancing – der etwas andere Hundesport

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“Tanzen mit dem Hund” – was soll das denn sein? Wir haben nachgeforscht und stellen dir hier eine sehr abwechslungsreiche und durchaus sinnvolle Hundesportart vor, die den Alltag von dir und deinem Vierbeiner sicher bereichern kann. 

Was genau verbirgt sich dahinter?

Dog Dancing stammt ursprünglich aus den USA und ist eine Sportart, in der Hund und Mensch gemeinsam “tanzen”. Dabei gibt es zwei Arten des Dog Dancings zu unterscheiden:

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Beim sogenannten “Freestyle Dogdancing” sind nahezu alle Kunststücke und Tricks, die das Hund-Mensch-Team zur rhythmischen Musik präsentieren können, erlaubt. Beim “Heelwork to Music” hingegen wird auf korrekte Fußarbeit und ein diszipliniertes Programm gesetzt. Bis zu 18 verschiedene Fußpositionen in Kombination mit Sprüngen und Drehungen können hier gezeigt werden. 

Bei beiden Varianten wird eine Choreographie mit passender musikalischer Untermalung vorgestellt. Und ganz wichtig: Sowohl von Hund als auch Mensch wird hier besonders viel Konzentration, Teamwork und Disziplin gefordert. Die größere Beliebtheit gilt dem “Freestyle Dogdancing”. 

Wo können wir tanzen?

Das Training kann im heimischen Garten oder auch im Wohnzimmer stattfinden. Viele Hundeschulen bieten zusätzlich Kurse an, welche besonders für den Anfang ein guter Tipp sind. Doch es gibt sogar offizielle Turniere: Von der Amateur-Klasse bis hin zum Profi stehen Hundebesitzern alle Türen offen. Wie so eine Vorführung auf einem Turnier aussieht, siehst Du hier: 

Dog Dancing

Welche Vorteile bietet Dogdancing?

  • die geistige Fitness und das Gehorsam werden intensiv geschult 
  • es entwickelt sich eine gute Vertrauensbasis zwischen Vier- und Zweibeiner und die emotionale Bindung wird gestärkt
  • es ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich

Ist mein Hund geeignet? 

Grundsätzlich eignen sich alle Hunderassen jeden Alters für Dog Dancing. Auch Hunde mit Gelenkproblemen können diesen Sport ausüben. Gewisse Grundvoraussetzungen sollten jedoch gegeben sein. Dazu zählen zum Beispiel: 

  • Gehorsamkeit des Hundes: Die Grundkommandos sollten sitzen, sowie das Rückruf-Kommando 
  • der Hund sollte ein gutes Sozialverhalten, sowohl unter anderen Hunden als auch mit Menschen, aufweisen 
  • der Hund sollte Spaß am “Mitdenken” haben. Aufmerksamkeit und Neugierde zählen zu seinen Eigenschaften. 

Bin ich geeignet? 

Zeit, Geduld, Konsequenz und eine positive Grundeinstellung zum Hund – das sind die unabdingbaren Eigenschaften, welche du mitbringen solltest. Ohne ein gutes Durchhaltevermögen und die Bereitschaft immer wieder trainieren zu wollen, auch trotz Rückschlägen, wird Dog Dancing nicht funktionieren. 

Wie fange ich an?

Zuerst sollte ein gewisses Kunststück-Kontingent erlernt werden. Der Kreativität sind dort keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar Beispiele der Tricks: 

  • die Fußarbeit: vorwärts, rückwärts und seitwärts gehen
  • Drehungen: um das Bein des Menschen oder um die eigene Achse des Hundes 
  • Sprünge: über gestreckte Arme und/oder Beine 
  • Beinslalom vorwärts und rückwärts
  • Rolle, Männchen machen, Gib Pfote, Kriechen 

Die Trainingseinheiten sollten nicht länger als 20 Minuten andauern, da nach dieser Zeit die Konzentration des Tieres abnimmt. Besser ist es, in regelmäßigen Abständen die Kunststücke kurz zu wiederholen. Die Tricks sollten auf beiden Seiten gleichermaßen trainiert werden. 

Ganz wichtig ist die Belohnung – und zwar bei jedem kleinen Erfolg. Dies kann mit Leckerlis erfolgen, welche jedoch nur als anfänglicher Köder und zur Motivation dienen sollten. Wichtiger ist eine positive Bestätigung, zum Beispiel durch Streicheleinheiten. Vermittle Deinem Hund, dass Dog Dancing Spaß macht! 

Beherrscht dein Vierbeiner alle Tricks sicher, kannst du diese zunächst hintereinander reihen und eine kleine Choreographie einstudieren. Klappt alles, probiere es zur Musik. Der Takt sollte dabei immer zu einem normalen Schritttempo übereinstimmen. Der Vorteil der eigenen Choreographie ist, dass sie sich individuell auf die Stärken des Mensch-Hund-Teams abstimmen lässt. 

Welche Hilfsmittel sind sinnvoll?

Besonders der sogenannte “Clicker” kann sehr sinnvoll im Training mit dem Hund sein. Das Herrchen bzw. Frauchen hat den Clicker in der Hand und gibt damit Signale ab,  indem der Clicker Klickergeräusche von sich gibt. 

Selbstverständlich kann auch mit Leckerlis gearbeitet werden, welche aber nicht zwangsläufig nur zur Belohnung vorgesehen sind. Viel mehr sollten sie ein Motivationsgeber sein.  

Viel Spaß beim Ausprobieren! 

edogs

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