Erbrechen beim Hund

Das Erbrechen beim Hund liegt nicht immer an gefährlichen Ursachen. Wie Du die Symptome eines unbedenklichen Auftretens der Erkrankung von denen einer ernstzunehmenden Gefahrensituation für Deine Fellnase unterscheiden kannst, erfährst du im edogs-Magazin!

Erbrechen beim Hund – was sind die Ursachen?

Wenn sich Dein Hund erbricht, hat das nicht immer einen gefährlichen Grund. Besonders jüngere Hunde und Welpen werfen oftmals den Mageninhalt aus, da sie besonders empfindlich auf neue Futtersorten oder Fremdkörper reagieren. Das Erbrechen beim Hund erfüllt in den meisten Fällen sogar eine Säuberungsfunktion des Magens und wird teilweise absichtlich durch das Tier herbei geführt, indem Dein Hund zum Beispiel Gras oder Holz frisst. Ein gelegentliches Erbrechen kann aber auch andere Ursachen haben. Beispielsweise Unverträglichkeiten gegenüber neuen Futtersorten oder ein überhastetes Fressen mit anschließender Überanstrengung. Kreislaufprobleme führen ebenfalls dazu, dass sich Hunde erbrechen können, dies kommt häufig in den warmen Sommermonaten vor. Hormonveränderungen, zum Beispiel während der Läufigkeit, können ebenfalls mit Erbrechen einhergehen oder dein Tier an leidet unter Stress. Denn psychische Probleme Deines Hundes, die durch traumatische Ereignisse, anderen dominanten Hunden oder auch Alleinsein ausgelöst werden können, sind ebenso Gründe für eine Erkrankung.

Neben dem gelegentlichen Erbrechen kann deine Fellnase allerdings auch an einer chronischen Erkrankung leiden. So kann ein Wurm- oder Giardienbefall oftmals der Auslöser für eine anhaltende Erkrankung sein. Wie ist der Allgemeinzustand Deines Tieres? Beobachte diesen immer, um Infektionserkrankungen frühzeitig zu erkennen, denn Staupe, Leishmaniose und Leptospirose gehen oftmals mit Erbrechen beim Hund einher. Weitere ernst zunehmende Ursachen können Tumore oder Herzerkrankungen sein, sowie Nierenbeschwerden oder Magengeschwüre. Ein Hund erbricht sich außerdem, wen er an Vergiftungen, Lebererkrankungen oder Entzündungsvorgängen im Körper, bzw. Magen-Darm-Trakt leidet.

Symptome

Wenn sich Dein Hund übergeben muss, hast Du sicherlich schon einmal miterlebt. Doch einige Symptome können ein Erbrechen beim Hund anzeigen:

  • Schmatzen
  • Leeres Schlucken
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Zusammenziehen von Bauchmuskeln und Zwechfell
  • Würgeversuche bei geschlossenem Maul
  • Auswurf von Mageninhalt bei offenem Maul

Die korrekte Diagnose – einige Tipps

Du selbst kennst Deinen Vierbeiner am besten. Wie ist sein allgemeiner Gesundheitszustand? Wie häufig muss sich Dein Hund erbrechen? Dies sagt bereits viel über die möglichen Ursachen und Erkrankungen aus. Untersuche im Zweifel das Erbrochene Deines Hundes – riecht es auffällig, könnte Gift ein Grund für das Übergeben sein. Befinden sich gelbe Galle, Blut oder schwarze Krümel in dem Auswurf, leidet Dein Tier höchstwahrscheinlich an einer Entzündung des Verdauungsrakts. Frisches Blut im Erbrochenem, das mit starkem Durchfall und Appetitlosigkeit einher geht, spricht in den meisten Fällen für eine Dünndarmentzündung Deines Vierbeiner. Erbricht Dein Hund Kot? Dann leidet Dein Tier mit großer Wahrscheinlichkeit unter einem gefährlichen Darmverschluss. In all diesen Fällen sollte ein Tierarzt aufgesucht werden, der die genaue Ursachenforschung mittels Bluttests, Magenspiegelungen, Kotuntersuchungen oder Röntgen- und Ultraschallbildern feststellen kann und eine genaue Therapie verordnet.

ACHTUNG: Sollte Dein Hund mehrmals vergebens versuchen, sich zu erbrechen, könnten dies Anzeichen für eine Magendrehung beim Hund sein. Dieser lebensgefährliche Zustand verläuft unbehandelt tödlich ab und muss umgehend durch eine Not-Operation beim Tierarzt behandelt werden.

In allen Fällen gilt: Ruhe bewahren und Deinem Hund optimale Hilfe leisten. Zögere bei Unsicherheiten nicht, einen Tierarzt aufzusuchen.

Erbrechen beim Hund richtig vorbeugen und behandeln

Eine Fastenzeit von 24 Stunden hilft Deinem Tier bei gelegentlich auftretenden Übergebungen, denn in dieser Zeit kann sich der Magen Deines Hundes beruhigen. Mageres, leicht verdauliches Futter, wie gekochtes Hühnerfleisch, Reis oder Hüttenkäse, sind bewährte Hausmittel. Sie stressen den Hundemagen nicht und sind gut bekömmlich. Haben sich die Symptome Deiner Fellnase nach einem Tag nicht gebessert, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Füttere Deinem Hund mehrmals täglich kleinere Futtermengen.
So muss der HundemagenErbrechen beim Hund nicht übermäßigen Magensaft produzieren, denn dies kann zu Verdauuungsproblemen und letztlich zum Erbrechen führen. Schlingt Dein Hund sein Futter hinunter? Ein Anti-Schlingnapf kann Abhilfe schaffen und vorbeugen. Eventuell ist das Futter nicht optimal ausgelegt auf Deinen Hund. Hier hilft eine Futterkontrolle oder –beratung dabei, das perfekte Fressen für Deinen Vierbeiner zu finden.

edogs wünscht Dir und Deinem Hund stets gute Gesundheit!