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Juckreiz beim Hund

Juckreiz beim Hund

Juckreiz beim Hund kann unterschiedlichste Ursachen haben. Einen unstillbaren Juckreiz hatte wohl jeder schon einmal. Deshalb können sich Hundebesitzer gut in ihren Vierbeiner hineinversetzen, wenn dieser sich unaufhörlich kratzt. Warum der Juckreiz den Hund quält ist nicht sofort ersichtlich. Schließlich kommen neben Flöhen und Milben auch schwerwiegende Erkrankungen als Ursache in Frage. Der Juckreiz ist nicht nur nervig, er bereitet auch diversen Bakterien und Krankheitserregern den Weg durch aufgekratzte Hautstellen.

Was kann Juckreiz bei Hunden verursachen?

  1. Milbenbefall
  2. Flohbefall
  3. Pilzbefall
  4. Futtermittelallergie
  5. Umweltallergie
  6. Zecken
    Unter den Zecken gibt es verschiedene Arten, manche von ihnen können Juckreiz auslösen.
  7. Hormonelle Störung
  8. Verletzungen
    durch Hundebisse, Insektenstiche oder Fremdkörper in der Haut
  9. Ernährungsbedingt
    z.B. Vitamin A-, Zink- oder Biotinmangel; Laktoseunverträglichkeit; Milbenbefall im Trockenfutter
  10. Umweltfaktoren
    z.B. Streusalz

Einige Ursachen lassen sich der betroffenen Region zuordnen:

  • Ohrmilben
  • Ohrenentzündung
  • Fremdkörper
  • Umweltallergie
  • Bindehautentzündung
  • Demodexmilbe
  • Allergie
  • Zeckenbiss
  • Parasiten
  • Verletzungen
  • Stress
  • Kontaktallergie
  • Fuchs-Räude
  • Streusalz
  • Tick
  • Interdigitalabszess
  • Analdrüsenentzündung
  • Würmer
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Futtermittelallergie
  • trockene Haut
  • Milben
  • Dreck

Was kann ich gegen Juckreiz beim Hund tun?

Wenn aufgrund des Juckreizes der Verdacht auf parasitären Befall besteht oder eine schwerwiegende Erkrankung vermutet wird, sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden.

Andernfalls können Herrchen und Frauchen durchaus versuchen den Juckreiz selbst mit Hausmitteln behandeln. Dem Futter können Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln beigefügt werden. Dadurch gewinnt die Haut an Feuchtigkeit und Nährstoffmängel lassen sich regulieren. Eine ähnliche Wirkung wird seit Jahrhunderten durch die Gabe von Bierhefe erzielt, die den Juckreiz auf natürliche Weise stillt.

Übermäßiger Kontakt mit Wasser und häufiges Baden sollten vermieden werden. Daraufhin gerät das natürliche Hautgleichgewicht des Hundes aus der Balance. Wenn ein Bad unvermeidbar ist, benutzt du ein geeignetes Shampoo, das extra für Hunde ist. Ein Hundeshampoo ist im Vergleich zu den herkömmlichen für uns Menschen sehr viel sanfter.

Nimmt das Kratzen ein unnatürliches Ausmaß an, kann es helfen dem Hund Kleidungsstücke überzuziehen, um die Haut zu schonen. Diese wirken ähnlich wie ein Kopftrichter, die Hunde häufig nach einer Operation tragen.

Anwendungen mit Cortisonsalbe oder Spritzen können den Juckreiz ebenfalls lindern, werden aber vom Tierarzt durchgeführt. Zudem gibt es weitere Salben und Bäder, die den Juckreiz stillen sollen. Allerdings ist es ratsam, Rücksprache mit deinem Tierarzt zu halten. Er kann dir geeignete Mittel empfehlen und Hinweise zur Anwendung geben.

Milbenbefall

Milben beim Hund

Milben lassen sich überall finden. Sie gehören zu den Spinnentieren und bereiten dem Hund keine Probleme, sofern ihr Vorkommen im Normalbereich bleibt. Leider kann der Milbenbefall auch so stark ansteigen, dass der Hund Krankheitssymptome aufweist. Ein krankhafter Milbenbefall lässt sich vor Allem an juckenden und aufgekratzen Hautstellen erkennen. Verschiedene Milbenarten wirken jedoch auch unterschiedlich auf den Organismus des Hundes ein.

Welche Milbenarten gibt es?

Herbstgrasmilbe

Der Name der Herbstgrasmilbe (auch Neotrombicula autumnalis) verrät schon einiges über die hartnäckigen Biester. Sie halten sich vor Allem im Gras auf und kommen vermehrt im Nachsommer vor. Die rot-orangen Plagegeister nisten sich an den Pfoten, insbesondere zwischen den Zehen der Hunde ein. Außerdem siedeln sie sich an den Beinen, dem Bauch, den Lefzen, dem Nasenrücken und den Ohren an. Der Speichel dieser Milben wirkt wie ein Allergen, weshalb bei dem Hund starker Juckreiz ausgelöst wird. Bei empfindlichen Hunden können daraufhin dicke Hautquaddeln, Lefzenödeme, zugeschwollene Augen und geschwürartige Veränderungen auftreten. Auch wenn die Parasiten abgetötet sind, kann der Juckreiz anhalten. Dadurch sind die offenen Hautstellen anfällig für Folgeinfektionen. Die Herbstgrasmilbe ist auch unter dem Namen Grasmilbe, Herbstmilbe oder Herbstlaus bekannt.

Ohrmilben beim HundOhrmilben

Ohrmilben sind die Milbenart, die am schnellsten übertragen wird. Jedoch siedeln sie sich hauptsächlich bei Welpen und jüngeren Hunden an. Ein befallenes Tier überträgt die Ohrmilbe, auch Otodectes cynotis genannt. Die lästigen Parasiten im Ohr führen zu einer prägnanten Entzündung. Der Vierbeiner hat Schmerzen und der Körper des befallenen Tiers reagiert mit der Absonderung eines bräunlichen, bröckeligen Sekrets. Teilweise lassen sich die Ohrmilben sogar mit bloßem Auge erkennen.

Haarbalgmilben

Haarbalgmilben, auch Demodexmilben gehören zu der normalen Hautflora eines Hundes und sind in der Regel nicht schädlich. Kommen zu viele dieser Parasiten vor, spricht man von einer Demodikose. Demodikose tritt vor Allem bei Hunden im jugendlichen Alter auf. Bei einer Erkrankung verliert der Hund Fell und es entstehen kahle Stellen im Haarkleid. In der Regel betrifft dies den Kopf und Hals, aber auch der Rumpf und die Gliedmaßen können betroffen sein. In den meisten Fällen klingen die Symptome eigenständig ab, bei langhaarigen Hunden wird dieser Milbenbefall unter Umständen sogar übersehen.

Allerdings sind Hunde, die unter einem Gendefekt leiden,weitaus schlimmer betroffen. Diese Hunde besitzen keine natürliche Immunabwehr gegen die Milbenart. Die Hunde sind bis zum 18. Lebensmonat ständig von kahlen Stellen und Sekundärinfektionen geplagt. Unter Umständen kann eine Blutvergiftung durch Bakterien zum Tod des Hundes führen.

Raubmilben

Raubmilben befallen neben Hunden auch Katzen und Kaninchen. Diese Parasiten werden durch den Kontakt mit einem infizierten Tier übertragen, überleben aber auch noch mindestens 20 Tage in der Umgebung. Die Tierchen leben auf der Hautoberfläche und saugen Gewebsflüssigkeit. Die weibliche Raubmilben legen ihre Eier auf dem Wirt ab. Die Larven entwickeln sich auf dem Hund und durchlaufen innerhalb von 5-6 Wochen die Entwicklung zum adulten Tier.

Grabmilbe

Grabmilben sind für Räude bei Hunden verantwortlich. Sie werden ebenfalls von einem Wirt zum Anderen übertragen, ein direkter Fellkontakt ist dabei nicht nötig. Grabmilben sorgen für einen unstillbaren Juckreiz, der für die lieben Vierbeiner kaum erträglich ist. Der Befall der Grabmilben beginnt meistens am Kopf, kann sich aber schnell weiter ausbreiten. Der starke Juckreiz wird zum Einen durch die weiblichen Grabmilben ausgelöst, die ihre Eier unter die Hundehaut legt. Zum Anderen sind Speichel und Kot des lästigen Parasiten verantwortlich. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich zunehmend Pusteln und Quaddeln. Es kann soweit kommen, dass die Haut verhornt. Aufgrund einer erhöhten Fettproduktion kann es außerdem zu einem unangenehmen Geruch kommen. Diese Art von Milbenbefall muss zwingend durch einen Tierarzt untersucht werden. Ohne Behandlung wird der arme Vierbeiner sich bis in den Tod quälen.

Wie werden Milben beim Hund behandelt?

Wie auch bei der Symptomatik entscheidet die Art des Milbenbefalls über die Behandlung. Bei Bedenken sollte immer der Tierarzt aufgesucht und um Rat gebeten werden.

Herbstgrasmilben werden in der Regel vom Immunsystem des Hundes bekämpft und klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Besitzer eines empfindlichen Hundes können auf Präparate aus der Drogerie, der Apotheke oder des Tierarztes zurückgreifen, um dem parasitären Befall zu bekämpfen.

Ohrmilben sind Sache des Tierarztes. Ohrmilben und sekundäre Entzündungen müssen tierärztlich untersucht und behandelt werden. Nach einer gründlichen Ohrenreinigung werden die Plagegeister abgetötet. Dazu wird eine Substanz in den Gehörgang gegeben, die aus Antibiotikum, Akarizid (Pestizid oder Biozid zur Bekämpfung von Milben) und häufig auch aus Cortison besteht. Damit die Milben und alle ihre möglichen Nachkommen abgetötet werden, muss die Emulsion ungefähr 3 Wochen regelmäßig angewendet werden.

Haarbalgmilben führen häufig zu einer Demodekiose, tritt diese nur lokal auf, klingt sie meistens von selbst wieder ab. Zur unterstützenden Behandlung können Akarizide auf die betroffene Hautstelle aufgetragen werden. Tritt die Demodekiose nicht mehr nur lokal auf, ist eine Antibiotikatherapie unerlässlich, um Sekundarinfektionen zu vermeiden. Wenn der gesamte Hundekörper befallen ist sollte ausgemacht werden, weshalb das Immunsystem des Hundes so geschwächt ist, dass eine Demodekiose ausbrechen konnte. Sind Welpen von der fiesen Krankheit betroffen, muss auch das Muttertier behandelt werden, selbst wenn es keine Symptome zeigt. Danach sollten Maßnahmen zur allgemeinen Stärkung des Hundes vorgenommen werden (Entwurmung, Haltungsbedingungen optimieren).

Raubmilben lassen sich am besten mit Akariziden behandeln. Neben dem Hund sollten auch Halsband, Bett und Spielzeug gründlich gereinigt werden. Um einen erneuten Befall zu vermeiden empfiehlt es sich die Quelle der Plagegeister zu eliminieren.

Grabmilben werden ebenfalls mit Akariziden behandelt. Da diese Milbenart hoch ansteckend ist und auch außerhalb eines Wirttiers überleben kann, muss sowohl der Hund, als auch seine Umgebung und andere Kontakttiere konsequent behandelt werden. Die Behandlung erfolgt dabei über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen, damit die Milben in allen Lebensphasen abgetötet werden. Vierbeiner mit langen und/oder dickem Fell müssen vor der Behandlung sogar geschoren werden, ansonsten können die unter der Haut liegenden Parasiten nicht abgetötet werden.

Wie kann ich Milbenbefall beim Hund vorbeugen?

Das A und O der Vorbeugung ist die gesunde und ausgewogene Ernährung des Hundes und eine artgerechte Haltung. Je schwächer das Immunsystem, des Hundes, desto anfälliger ist der liebe Vierbeiner für Parasiten. Um das Immunsystem zusätzlich zu stärken, können Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren zugefüttert werden. Wichtig hierbei ist immer die Dosis! Eine medikamentöse Vorbeugung gegen Parasitem empfiehlt sich nicht. Damit der Hund sich nicht mit Milben ansteckt sollte der Kontakt mit streunenden Tieren möglichst vermieden werden.

Für den Schutz vor Grasmilben gibt es Mittel zum Auftragen. Auch regelmäßige Fellpflege kann den Milbenhaushalt in Schach halten.

Ein gesunder Hund ist ein glücklicher Hund.

OCD beim Hund

OCD beim Hund

OCD bedeutet Osteochondrosis dissecans und beschreibt eine gestörte Entwicklung des Hundeskeletts. Genauer gesagt sind die Knorpelbildung und das Knochenwachstum bei dem Hund gestört. Knorpel haben keine eigene Blutversorgung und sind deswegen auf Nährstoffe aus umliegenden Gewebearten angewiesen. OCD verhindert, dass der Knorpel sich zu Knochen entwickelt. Dadurch bleibt das Skelett weich und instabil. Unterversorgte Knorpelteile können sogar absterben. Von abgestoßenen Knorpelteilen können außerdem so genannte „Gelenkmäuse“ absplittern. Diese schwimmen im Gelenk und verursachen schmerzhafte Entzündungen.

Welche Symptome treten bei OCD auf?

Wie die meisten Erkrankungen bringt auch die OCD verschiedene Symptome mit sich. Im Allgemeinen laufen Hunde mit Osteochondrosis dissecans lahm. Außerdem ist es möglich, dass der Hund weniger Lust auf Bewegung hat, sich zurück zieht und er angeschwollene Gelenke hat. Eine Diagnose stellt der Tierarzt mithilfe einer Röntgenuntersuchung. Die meisten Symptome sind bereits im 4. bis 7. Lebensmonat des Hundes sichtbar. Häufig betroffen sind Ellenbogen-, Schulter-, Sprung- und Kniegelenk.

OCD beim HundWelche Rassen sind besonders anfällig für OCD?

Wie die meisten Erkrankungen lässt sich auch die Osteochondrosis dissecans bestimmten Hunderassen zuweisen:

  • Deutsche Dogge
  • Deutscher Schäferhund
  • Belgischer Schäferhund
  • Neufundländer
  • Rottweiler
  • Deutscher Boxer
  • Labrador Retriever
  • Golden Retriever

Auch andere Hunderassen können an OCD erkranken, was jedoch deutlich seltener vorkommt.

Was sind die Ursachen von OCD und wie kann ich die Krankheit vorbeugen?

Zum Einen ist Osteochondrosis dissecans erblich bedingt, zum Anderen wird OCD durch die Ernährung des Hundes beeinflusst. Beinhaltet die Ernährung eines Welpen zu viel Energie, wächst er schneller und seine Gelenke werden stärker belastet. Vitamine und Mineralien sind wichtig für Mensch und Hund, dennoch sind auch zu viel Kalzium, Phosphor und Vitamin D negative Einflussfaktoren beim Wachstum. Diese Stoffe führen zusätzlich zu einer beschleunigten Knorpelreifung und können eine OCD begünstigen.

Um Osteochondrosis dissecans vorzubeugen sollten Hundehalter vor Allem auf eine ausgeglichene, dem Alter und der Fitness des Hundes angepasste, Ernährung achten. Zusätzlich kann eine Überbelastung der Gelenke eine OCD beeinflussen. Besonders im Wachstum sind Gelenke und Knorpel der Tiere empfindlich. Hundebesitzer sollten das Spielverhalten ihrer kleinen Vierbeiner in den ersten 12 Lebensmonaten im Auge behalten, denn eine Überbelastung kann schwerwiegende Folgen haben.

Wie wird OCD behandelt?

Osteochondrosis dissecans wird je nach Schwere der Erkrankung behandelt. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit eine Operation durchzuführen oder eine konservative Therapie. Grundsätzlich entscheidet der Tierarzt, welche Therapie angemessen ist. Dabei werden Einflussfaktoren, wie Alter und Gewicht des erkrankten Tieres einbezogen.

Bei weniger starken Beschwerden ist eine konservative Therapie empfehlenswert. Dabei wird darauf geachtet, dass der Hund weniger Mineralien zugeführt bekommt. Außerdem wird der betroffene Bereich für ca. drei Monate ruhig gestellt. Die Ruhigstellung soll dafür sorgen, dass Risse ausheilen. Unterstützend kann der Tierarzt eine Hundephysiotherapie verschreiben. Von Schmerzmitteln ist in diesem Fall eher abzuraten. Werden die Schmerzen durch Schmerzmittel unterdrückt, verspürt der Hund einen größeren Bewegungsdrang, was die Ruhigstellung behindert.

Tipp: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Ist die Osteochondrosis dissecans bereits stark fortgeschritten, wählt der Tierarzt höchstwahrscheinlich eine Operation. Bei der OCD-Operation entfernt der Chirurg „Knorpelmäuse“ und glättet Risse manuell. Auch nach einer Operation muss der Hund sich ca. drei Monate mit einer eingeschränkten Bewegung arrangieren. Beide Therapien sind keine Garantie zur Heilung, weshalb Hundebesitzern vorsorglich auf die Ernährung und Bewegung des Hundes achten müssen.

Patellaluxation

Patellaluxation

Die Patella ist die Kniescheibe des Hundes. Bei einer Patellaluxation gerät die Kniescheibe aus der Führungsrinne des Oberschenkels und liegt außerhalb ihres Funktionsbereichs. Dadurch kann die Gelenkkapsel einreißen und der gesamte Mechanismus des Gelenks wird gestört, was dem Hund starke Schmerzen bereitet. Die Kniescheibe des Hundes wirkt als Verstärkung der Sehnen. Sobald dein Hund an einer Luxation der Patella leidet, äußert sich dies im Gangbild. Er entlastet dabei das betroffene Hinterbein und ist schmerzempfindlich. Entgegen vieler anderer Erkrankungen beim Hund, tritt dieses Kniescheibenproblem meistens im ersten Lebensjahr auf. Schließlich sind bei jungen Hunden sowohl die Muskulatur als auch die Sehnen nicht endgültig ausgebildet. Aufgrund des hohen Bewegungsdrangs bei Junghunden steigt das Risiko einer Patellaluxation.

Hund PatellaluxationWelche Hunderassen leiden besonders häufig an einer Patellaluxation?

Von der Erkrankung des Bewegungsapparates sind eher kleinere Hunde betroffen. Meist ist sie erblich bedingt. Als Ursache wird aber auch die sogenannte Miniaturisierung vermutet, woraufhin ursprünglich größere Rassen immer kleiner werden. Dennoch können auch größere Rassen von einer Patellaluxation betroffen sein. Bei größeren Hunden „rutscht“ die Kniescheibe tendenziell nach außen, während sie sich bei kleineren nach innen ausrenkt. Besonders anfällig sind Chihuahuas, Spitze, Pudel, Yorkshire Terrier und andere Kleinhunderassen. Aber auch Appenzeller Sennenhunde oder Flat Coated Retriever leiden zunehmend an der Erkrankung.

Was sind die Symptome der Patellaluxation und was muss ich dann tun?

Sobald die Kniescheibe aus der Führungsrinne heraus springt, zeigt der Hund den typisch hüpfenden Gang. Zeitweise belastet er dabei das betroffene Hinterbeine nicht. Sobald der Vierbeiner ein Bein während des Spazierganges komplett entlastet, solltest du mit dem Hund einen Tierarzt aufsuchen, da die Patellaluxation zusätzlich einen Kreuzbandriss und Arthrose auslösen kann.

Wie muss ich eine Patellaluxation behandeln?

Eine Patellaluxation wird an ihrer Schwere in vier Stufen eingeteilt:

  • Grad 1: In diesem Fall springt die Kniescheibe zurück in die Normalposition und verursacht kaum Gehprobleme.
  • Grad 2 und 3: Die Kniescheibe springt häufiger aus der Rinne und den Hunden fällt es schwer das Bein zu belasten.
  • Grad 4: In diesem Fall kann die Kniescheibe nicht mehr in die Ausgangsposition zurück rutschen. Dennoch bleibt die Patellaluxation manchmal unentdeckt, weil Hunde über Monate oder sogar Jahre stabil gehen. Nach einer so langen Zeit entsteht unbemerkt eine Arthrose.

Wenn der Hund an einer Patellaluxation des ersten oder zweiten Grades leidet, könnt ihr mit Physiotherapie die Kniescheibe des Vierbeiner stabilisieren.

Bei den Graden 2 bis 4 empfehlen Tierärzte durchaus eine Operation. In dem Eingriff wird die Kniescheibe wieder passend zur Oberschenkelrille gesetzt. Zusätzlich wird die Rinne vertieft, sodass die Kniescheibe weniger leicht herausspringen kann. Diese Operation wird standardisiert durchgeführt und die Prognosen sind sehr gut.

Insofern eine Patellaluxation zu spät erkannt wird oder die Knorpel stark beschädigt sind, kann ein erfahrener Tierarzt auch eine Halbprothese einsetzen. Diese dient als Ersatz für die ursprüngliche Oberschenkelrille. Allerdings ist eine derartigen Operation teuer, jedoch haben die Vierbeiner gute Prognosen.

Kann ich einer Patellaluxation vorbeugen?

Leider nein, bisher wurden keine Faktoren ausfindig gemacht, die eine Patellaluxation verhindern können. Mit einem gezielten Werden die Muskeln gezielt trainiert, kann dies dem Hund zwar Stabilität geben, wirkt aber nicht auf Dauer.

Mit Hunden, die an Patellaluxation erkrankt sind, sind nicht als Zuchthunde geeignet. Achte deswegen bei der Suche eines Welpens auf eine Zucht, die ausschließlich gesunde Tiere einsetzt.

Bei den Shelties kommt der springende Gang übrigens häufig von einer Sehne, die über das Fersenbein hüpft und hat nichts mit einer Patellaluxation zu tun.

Bandscheibenvorfall beim Hund

Bandscheibenvorfall Hund

Ein Bandscheibenvorfall ist für einen Hund ebenso schmerzhaft, wie für uns Menschen. Die Bandscheiben stützt die Wirbelsäule und helfen ihr dabei beweglich zu bleiben. Bei einem Diskusprolaps, so heißt der Bandscheibenvorfall in der Fachsprache, drückt die Bandscheibe auf das Rückenmark. Der Bandscheibenvorfall löst starke Schmerzen aus und eine Behandlung ist unabdingbar.

Wie erkenne ich einen Bandscheibenvorfall beim Hund?

Beim Spielen auf der Wiese zuck der Hund plötzlich zusammen, er jault vor Schmerz und kann oder will sich nicht mehr bewegen. Der Gang des betroffenen Vierbeiners wird wackelig und es kann zu Lähmungserscheinungen kommen. Ein gekrümmter Rücken und ein gesenkter Kopf sind besondere Warnsignale für einen Bandscheibenvorfall. Allgemein sollten Hundebesitzer immer auf ihre Vierbeiner achten, bei Veränderungen reagieren und vorsichtshalber den Tierarzt aufsuchen.

Wie verläuft der Bandscheibenvorfall beim Hund?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Stadien beim Bandscheibenvorfall, in denen der Hund unterschiedlich stark eingeschränkt ist und leidet.

Grad 1: Es kann sein, dass der Hund sich weniger gerne bewegt. Der Rücken wirkt „aufgezogen“, insbesondere nach dem Kotabgang. Der Hund ist empfindlich bei Berührungen an der Wirbelsäule. Durch die Schmerzen, die der betroffene Vierbeiner hat, ist seine Wirbelsäule verhärtet.

Grad 2: Die Bewegungsabläufe des Hundes haben sich verändert. Seine Bewegungen können sowohl steif, als auch instabil sein. Auch im Stehen lässt sich eine veränderte Haltung beobachten und der Hund legt sich nach kurzer Zeit hin.

Grad 3: Der Hund weist eine Muskelschwäche auf. Teilweise gelingt es den Hunden nicht mehr ihre Pfoten in die normale Position zu bringen. Das ist auch für Tierärzte ein klares Anzeichen, dass der Vierbeiner sich im Grad 3 des Bandscheibenvorfalls befindet.

Grad 4: Beim Hund treten Lähmungserscheinungen auf. Je nach dem, ob sich der Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule oder an den Lendenwirbel befindet, können Hinter- und Vorderbeine betroffen sein. Der betroffene Hund kann nicht mehr aufstehen. Die zunehmende Lähmung führt dazu, dass er Kot und Urin nicht mehr halten kann.

Grad 5: In diesem Stadium hat der Hund keine Schmerzen mehr. Er kann sich aber allenfalls „robbend“ fortbewegen.

Welche Rassen sind besonders häufig von einem Bandscheibenvorfall betroffen?

Eine Bandscheibenvorfall kann leider alle Rassen betreffen. Wie auch bei anderen Erkrankungen im Tierreich kommen auch Bandscheibenvorfälle bei bestimmten Hunderassen häufiger vor. Besonders Dackel sind für ihre Anfälligkeit für Diskusprolaps bekannt, aber auch ähnliche Rassen mit langem Rücken und kurzen Beinen sind häufig betroffen, der Basset beispielsweise. Im Allgemeinen sind die kurzbeinigen Hunde häufiger betroffen als andere: Pekinesen, Spaniel und Zwergrassen zum Beispiel. Trotzdem bleiben die größeren Hunde nicht verschont, insbesondere größere Rassen mit „abfallendem Rücken“ wie der Deutsche Schäferhund haben ein erhöhtes Risiko einen Bandscheibenvorfall zu erleiden. Hundebesitzer der genannten Rassen, aber auch von Mixen dieser Arten, sollten ihre Vierbeiner besonders gut im Auge behalten.

Wie kann der Bandscheibenvorfall beim Hund behandelt werden?

Naturmedizin

Beim Bandscheibenvorfall können Grünlipp, Teufelskralle, Weihrauch, Nux Vomica, Bryonia, Arnica und Rhus toxicodendron helfen. Grünlippmuscheln beispielsweise können dem Hund in Pulver- oder Tablettenform verabreicht werden. Die Versorgung mit diesem Naturheilmittel muss allerdings eine Zeit lang erfolgen, ehe sich eine Verbesserung zeigt. Auch die Teufelskralle lässt sich innerlich, aber auch äußerlich anwenden. All diese pflanzlichen Arzneimitteln haben erwiesenermaßen eine positive Wirkung auf Gelenke und Knochen, sie können dem Hund helfen.

Bewegungstherapie

Eine gestärkte Muskulatur kann vor einem Bandscheibenvorfall schützen. Hundephysiotherapie kann dem Hund vorbeugend und nach einer Operation helfen. Im Bereich der Hundephysiotherapie hat sich besonders die Unterwassertherapie als hilfreich erwiesen. Bei der Unterwassertherapie werden die Gelenke des Hundes weniger stark belastet und die Muskulatur kann schonend aufgebaut werden.

Orthopädisches Hundebett

Orthopädische Hundebetten verhindern die Unterkühlung der Muskeln, die Polsterung der speziellen Betten passt sich dem Hundekörper an und schont die Gelenke. Die Anschaffung eines orthopädischen Hundebettes lohnt sich in jedem Fall und kann sowohl vorbeugend, als auch bei bestehender Erkrankung eine gute Lösung sein.

Stützendes Hundegeschirr

Hundephysiotherapeuten und Tierärzte können ein individuelles Geschirr anfertigen lassen, welches den Hund unterstützt. Treppensteigen lässt sich beispielsweise nicht immer verhindern. Ein stützendes Geschirr entlastet den Hund bei solchen Hindernissen.

Operation

Um dem Hund ein würdiges Weiterleben zu ermöglichen, ist mitunter ein operativer Eingriff notwendig. Liegt eine Verengung der Wirbelkörper vor, so werden diese angeschnitten, damit das Rückenmark mehr Platz hat. Unter Umständen kann es auch nötig sein, Wirbelglieder durch Nägel zu fixieren. Wie beim Menschen auch, ist dies der Fall, wenn sich mehrere Wirbelglieder versteifen, was zu einer Instabilität der Wirbelsäule führt.

Wie kann ich einem Bandscheibenvorfall bei meinem Hund vorbeugen?

Leider ist auch der Diskusprolaps grundsätzlich erblich bedingt. Wer seinen lieben Vierbeiner vor einem Bandscheibenvorfall bewahren will, sollte bereits früh Maßnahmen zur Prophylaxe ergreifen. Die Beachtung der folgenden Punkte minimiert die Wahrscheinlichkeit für einen Bandscheibenvorfall beim Hund:

  • regelmäßige Bewegung
  • Sprünge über Treppen oder in die Höhe nicht forcieren
  • Vermeidung von Übergewicht
  • ein zugfreier Liegeplatz
  • eine rückengerechte Unterlage

Diese vergleichsweise einfachen Maßnahmen sind gut umsetzbar und machen das Leben des Hundes länger und lebenswerter.

Erkrankungen des Bewegungsapparates

Hier findest du die häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund. Wir erklären dir, welche Symptome typisch sind, worin die Ursache der Krankheiten liegen und wie sie behandelt wird.

Einige Erkrankungen des Bewegungsapparates sind durch eine genetische Vorbelastung begünstigt. So steigt das Risiko bei Welpen, dessen Eltern selbst an eine der Krankheiten leiden. Wenn du einen Welpen von einem seriösen Züchter kaufst, solltest du beachten, dass die Elterntiere auf die Erbkrankheiten getestet wurden.

Erkrankungen der Gelenke (HD/ED und Arthrose)

Gelenkerkrankungen sind besonders bei Besitzern von großen Hunden eine große Angst. HD und ED, aber auch Arthrose sind bekannte Krankheiten bei den Vierbeinern. HD bedeutet Hüftgelenksdysplasie, ist also eine Erkrankung an den Hüftknochen des Hundes....
Patellaluxation

Patellaluxation

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OCD beim Hund

OCD beim Hund

OCD bedeutet Osteochondrosis dissecans und beschreibt eine gestörte Entwicklung des Hundeskeletts. Genauer gesagt sind die Knorpelbildung und das Knochenwachstum bei dem Hund gestört. Knorpel haben keine eigene Blutversorgung und sind deswegen auf Nährstoffe aus umliegenden Gewebearten angewiesen. OCD...

Ohrenentzündung beim Hund

Eine „Otitis externa“, also eine Ohrenentzündung des äußeren Gehörgangs, ist eine unangenehme Erkrankung. Hunde, die eine starke Behaarung am Ohr haben, oder aber bei denen der Gehörgang vom Außenohr verdeckt ist sind besonders häufig von einer Ohrenentzündung betroffen. So sind Rassen wie Schnauzer, Pudel, Retriever, Beagle und Cocker Spaniel vermehrt von einer „Otitis externa“ betroffen, als andere Hunderassen.

Wie erkenne ich eine Ohrentzündung beim Hund?

Die ersten Symptome einer Ohrentzündung sind übermäßiges Kopfschütteln, gerötete Ohrmuschel und das „Kopf schief halten“, was oft so niedlich aussieht. Auch Juckreiz am Ohr des Hundes kann Anzeichen für eine Entzündung sein.

Bleibt die Erkrankung unentdeckt und somit unbehandelt schreitet sie weiter fort und das Ohr beginnt übermäßigen Ohrenschmalz zu bilden. Die Folge ist, dass sich dickflüssiger, schwarz-bräunlicher oder gelblicher, übel riechender Belag im Ohr verteilt. Wird der Hund aggressiv, kann das durchaus an der Schmerzintensität liegen, die der erkrankte Vierbeiner hat.

Bei weiterem Fortschreiten der Ohrentzündung kann diese sich weiter ins Innenohr ausweiten und das Hörvermögen des Hundes wird merklich beeinträchtigt. Im Falle, dass sich die Entzündung bis ins Mittelohr ausbreitet, können beim Hund auch Gleichgewichtsstörungen beobachtet werden.

Was sind die Ursachen für eine Ohrenentzündung beim Hund?

Hat der Vierbeiner eine Ohrenentzündung, kann diese durch verschiedene Ursachen hervorgerufen werden. Manchen Hunde haben anatomisch bedingt einen engeren Gehörgang, andere haben wiederum sehr viel Fell an den Ohren. Beides führt dazu, dass das Ohr nicht gut belüftet ist. Außerdem behindern diese Gegebenheiten den Abtransport von Ohrenschmalz. Dadurch bietet das Ohr noch besseren Nährboden für Bakterien.

Eine hohe Feuchtigkeit im Ohr kann dazu führen, dass die Haut im Gehörgang auf quillt, was die körpereigene Abwehr mindert. Eine „Otitis externa“ kann auch von Fremdkörpern oder Ohrmilben ausgelöst werden.

Lassen sich zudem Pilze und andere Bakterien im Gehörgang nieder, wird dieser erneut verengt.

Neben den lokalen Ursachen kann auch ein geschwächtes Immunsystem der Grund einer Ohrenentzündung sein. Wenn Giftstoffe von Leber und Niere nicht richtig abtransportiert werden, steigt das Entzündungsrisiko im Körper. Weiterhin kann eine ungesunde Darmflora für die Entzündung im Ohr verantwortlich sein. Zusätzlich kann eine Ohrentzündung ein Hinweis auf eine Allergie sein.

Deshalb gilt:

  • Die Ohren eines Hundes, der anfällig für eine „Otitis externa“ ist, sollten regelmäßig, sanft und mit pflanzlichen Mitteln gereinigt werden.
  • Liegt eine Ohrenentzündung vor, sollte auch eine Darmsanierung durchgeführt werden. Ein Check-Up beim Tierarzt kann helfen.

Behandlung bei einer Ohrenentzündung

Eine Ohrenentzündung beim Hund wird meist erst spät diagnostiziert und die Behandlung beim Tierarzt wird notwendig.

Bei einer Entzündung, die durch einen Fremdkörper hervorgerufen wurde, entfernt der Tierarzt diesen fachmännisch. Bei einer bakteriellen Entzündung ist meistens eine Behandlung mit einem Antibiotikum notwendig. Erkennst du die Entzündung bereits im Anfangsstadium, reicht eine Therapie mit pflanzlichen Heilmitteln oft aus.

Borreliose beim Hund

Borreliose hat wohl jeder schon einmal gehört. Die Angst, dass man selbst oder der Hund erkranken könnte, ist der bittere Beigeschmack jedes Sommerspaziergangs. Denn Borreliose ist eine bakterielle Infektionserkrankung, die Zecken durch Bisse übertragen. Die gute Nachricht ist: Hunde können erst erkranken, wenn die Zecke 16-24 Stunden Blut gesaugt hat. Wenn die Zecke allerdings unentdeckt bleibt, steigt das Risiko der Übertragung einer Borreliose. Deswegen sollte die Kontrolle nach jedem Spaziergang obligatorisch sein.

Welche Symptome hat mein Hund bei Borreliose?

Borreliose frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, ist besonders wichtig. Sobald der Verdacht einer Borreliose besteht, sollte dein Tierarzt unbedingt einen Borreliose-Test durchführen. Anfangs, oft auch über Monate hinweg, verläuft die Erkrankung symptomfrei. Die Wanderröte, der bekannte rote Kringel um den Zeckenbiss, fällt beim Hund häufig weg oder ist durch das Fell verdeckt. Eine Rötung und Schwellung deutet deshalb immer auf eine Entzündung hin.

Symptome, die auch Monate später auftreten können, betreffen hauptsächlich die Gelenke. Betroffene Hunde humpeln oder haben Probleme beim Aufstehen. Der Hund bekommt teilweise hohes Fieber und hat angeschwollene Lymphknoten. Er macht außerdem einen kranken, müden und appetitlosen Eindruck. Für viele Hundebesitzer ist es schwierig, die Symptome nach Monaten noch auf den Zeckenbiss zurückzuführen. Deshalb ist Vorsicht, wie immer, besser als Nachsicht.
Weitere Folgesymptome können das Herz und die Nieren betreffen, aber auch Lähmungserscheinungen verschiedener Körperteile können vorkommen.

Wie wird Borreliose bei meinem Hund diagnostiziert?

Beim Verdacht auf Borreliose solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er kann daraufhin einen Bluttest veranlassen. Werden bei einem Hund Borrelien im Blut festgestellt, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Hund auch an Borreliose leidet. Das Blutbild, die Symptome im Zusammenhang mit einem Zeckenbiss sind aber immer ein wichtiger Hinweis für den Tierarzt. Eine 100%ige Sicherheit gibt es bei einer Borrelioseinfektion allerdings nie! Selbst wenn Symptome, Blutbild und Biss zusammenpassen, könnte die Zecke auch andere Krankheitserreger in sich getragen haben, welche die Symptome auslösen.

Wie kann die Borreliose bei meinem Hund therapiert werden?

Je eher die Borreliose entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sollte im Zweifel immer der Tierarzt um Rat gefragt werden. Ist die Diagnose für Borreliose gestellt, leitet der Veterinär eine Antibiotikatherapie ein. Das spezielle Antibiotikum muss einen Monat lang konsequent verabreicht werden. Da die Borrelioseerreger sehr widerstandsfähig sind, muss die Behandlung nach 3 Monaten wiederholt werden. Unter Umständen kann eine fünffache Wiederholung von Nöten sein. Neben der Antibiotikatherapie können schmerzstillende Medikamente die Symptome lindern.

Wenn die Antibiose nicht konsequent durchgeführt wird oder (in seltenen Fällen) nicht anschlägt, bekommt der Hund in unregelmäßigen Abständen Borrelioseschübe mit den typischen Krankheitssymptomen.

Damit der liebe Vierbeiner gesund bleibt sollten Zecken natürlich vermieden werden. In diesem Beitrag über Zecken sind tolle Tipps gegen Zecken zu finden. Am besten wird der Hund zusätzlich jeden Tag auf Zecken untersucht.

Milbenallergie beim Hund

Milbenallergie

Ja! Unsere lieben Vierbeiner können auch auf Hausstaubmilben allergisch reagieren! So wie bei uns Menschen ist eine Allergie auch beim Hund eine Überreaktion des Immunsystems und diese kann sich leider auch auf Hausstaubmilben beziehen. In jeden Haushalt finden sich die kleinen Milben, jedoch gibt es einige Punkte, die zu beachten sind, wenn dein Hund eine Milbenallergie hat.

Symptome Milbenallergie HundWas sind die Symptome einer Milbenallergie beim Hund?

Wenn der Hund sich übermäßig kratzt ist das nie ein gutes Zeichen. Stellen, die bei einer Hausstaubmilbenallergie besonders betroffen sind, sind Stellen, an denen weniger Haarwuchs herrscht: die Ohrmuschel, das Gesicht, der Bauch und die Zwischenzehenhäute. Da der Hund sich dort kratzt, leckt und reibt können an diesen Stellen schnell Verletzungen entstehen. Hausstaubmilben kommen nicht saisonal vor, weshalb Allergiker das ganze Jahr über Symptome zeigen.

Was tun, wenn der Hund gegen Hausstaubmilben allergisch ist?

Wenn der Verdacht einer Milbenallergie besteht, muss diese zunächst diagnostiziert werden. Im ersten Schritt werden dazu andere juckreizverursachende Krankheiten, wie Pilzbefall oder Parasiten ausgeschlossen. Auch Futtermittelunverträglichkeiten und eine Flohspeichelallergie muss der Tierarzt zunächst ausschließen, danach kann dieser die Diagnose „Hausstaubmilbenallergie“ stellen. Dabei können auch Haut- und Bluttests durchgeführt werden, die bei der Feststellung dieser Allergie helfen.

Ist der Hund tatsächlich betroffen, muss eine lokale medikamentöse Behandlung Abhilfe schaffen. Außerdem solltest du eine Hausstaubsanierung durchführen. Vielen Vierbeinern hilft auch die lebenslange Hyposensibilisierung, bei der steigende Dosen der Allergene regelmäßig unter die Haut gespritzt werden.

Hausstaubsanierung

Bei der Hausstaubsanierung wird die Ursache der Allergie bekämpft, weshalb Besitzer von Allergikerhunden diese unbedingt durchführen sollten. Bei dieser Sanierung werden die Lebensbedingungen von Milben verschlechtert, dazu können folgende Punkte „abgearbeitet“ werden:

  • Milbenallergie Hund

    Hundebetten und -decken sollten bei 95°c gewaschen werden. Das Waschen bei sehr hohen Temperaturen ist effektiver als eine chemische Reinigung.

  • Kuschelkissen und Stofftiere sollten auch heiß gewaschen werden, Wäschetrockner und Gefrierfach helfen aber auch Milben abzutöten.
  • Die Milbenbelastung ist im Schlafzimmer am größten, deshalb sollten die Allergiker vom Bett und aus dem Schlafzimmer ferngehalten werden.
  • Auf Teppiche sollte so gut es geht verzichtet werden, denn auch Helferchen, wie Dampfreiniger oder milbenabtötende Zusätze, verschaffen nur kurz Abhilfe.
  • Der allergische Vierbeiner sollte sich während des Staubsaugens nicht im Raum aufhalten, da dieser Staub nicht nur entfernt sondern auch aufwirbelt.
  • Heißdampfreiniger sind durchaus zu empfehlen, alle drei Monate sollte die 100°c heiße Reinigung dennoch wiederholt werden.
  • Luftfeuchtigkeit bietet Milben ein Paradies, die allergische Fellnase sollte deshalb von Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (viele Pflanzen/Bad/Keller/Waschküche) fernbleiben.
  • Als Polstermöbel eignen sich am besten Ledermöbel, schwer waschbare Vorhänge sollten ersetzt werden und auch Kissen sollten einen heißen Waschgang überstehen.

Mit der Beachtung dieser Tipps wird dem Vierbeiner geholfen und er kann ein fast beschwerdefreies Leben führen!

Pollenallergie

Pollenallergie Hund

Heuschnupfen beim Hund ist eine der häufigsten Allergien der Vierbeiner. In Amerika wird davon ausgegangen, dass ca. 10% der Haustiere an einer Gräser- und Pollenallergie leiden. Deshalb müssen sich immer mehr Hundebesitzer mit diesem zunächst ungewöhnlichen Thema auseinander setzen. Wie bei uns Menschen auch, ist die Pollenallergie beim Hund auf eine Fehlreaktion des Immunsystems zurückzuführen und der Körper wehrt sich fälschlicherweise gegen Pollen und Gräser. Die Allergiesymptome treten deshalb hauptsächlich zwischen Februar und September auf.

Woran erkennt man eine Allergie beim Hund?

Die Symptome der tierischen Pollenallergie unterscheiden sich teilweise von denen der menschlichen. Besonders sollte man bei seinem Hund auf Reizungen an den Augen und weiteren Hautstellen achten. Unter dem starken Juckreiz neigen die Hunde dazu sich Hautstellen aufzukratzen.

Gelangen Allergene in die Atemwege kann es beim Hund auch zu allergischen Reaktionen kommen, die die Atmung beeinflussen. Pfeifende Atemgeräusche bis hin zur Atemnot können auftreten.

Niesen und Nasenausfluss treten beim Hund eher selten auf, ist dies der Fall, so sind sie aber eindeutige Anzeichen einer Allergie.

Da alle Symptome aber eher uneindeutig sind, sollte bei Verdacht auf eine Allergie ein Haut- bzw. Bluttest beim Tierarzt durchgeführt werden. Allergietests können bestimmen, auf welche Pflanzen der Hund allergisch reagiert, sodass weitere Schritte eingeleitet werden können.

Was hilft gegen Heuschnupfen beim Hund?

Hat der Tierarzt eine Allergie gegen Gräser und/oder Pollen festgestellt, können Medikamente Abhilfe schaffen. Bei schwereren Fällen kann der Tierarzt auch eine Hyposensibilisierung einleiten. Eine Hyposensibilisierung ist eine langwierige Therapie, bei der dem Tier steigende Dosen des Allergens gespritzt werden, sodass es sich daran gewöhnt.

Ist ein Hund von Heuschnupfen betroffen, so sollten Spaziergänge unternommen werden, wenn der Pollenanteil in der Luft eher gering ist. Auf dem Land sollten Besitzer von Allergikerhunden eher abends ihre Runde drehen, in der Stadt ist die Luft früh morgens weniger belastet. Damit auch in der Wohnung die Pollenbelastung möglichst gering bleibt, empfiehlt sich das Lüften früh morgens, spät abends oder nach Regenschauern.

Um die Belastung für den Hund zu minimalisieren sollten Fell und Pfoten nach dem Spaziergang mit einem feuchten Tuch gereinigt werden und auch das Hundebett darf regelmäßig in die Waschmaschine.