Trauriger Hund auf Decke

Leidet dein Hund unter einer Herzerkrankung? Herzprobleme bei Hunden sind keine Seltenheit! Denn circa jeder 10. Hund ist davon betroffen, besonders mit steigendem Alter. Herzerkrankungen können nicht geheilt werden. Allerdings kannst du mit einer medikamentöse Therapie und einer gesunden Ernährung der Verlauf der Erkrankung verlangsamen. Wird die Herzerkrankung frühzeitig erkannt, hat dein Vierbeiner ein schönes und langes Hundeleben vor sich.

Was sind Herzerkrankungen beim Hund?

Grundsätzlich können Erkrankungen des Herzens angeboren sein oder sich mit der Zeit entwickeln. Am häufigsten sind Beeinträchtigungen der Herzklappen oder des Herzmuskels.

Herzklappenerkrankung (Mitralklappenendokardiose)

ChihuahuaVor allem kleine Rassen, wie Dackel, Chihuahua oder Terrier leiden unter Herzklappenerkrankungen. Dabei bilden sich knotige Verdickungen an den Herzklappenrändern. Die Herzklappen können nicht mehr vollständig schließen. Dadurch fließt bei jedem Herzschlag Blut in die falsche Richtung und gelangt in den Vorhof. Als Folge steht weniger Blut für den Körperkreislauf zur Verfügung. Der Blutstau vor dem Herzen führt zu den typischen Symptomen von Herzerkrankungen, zum Beispiel Husten oder Atemnot. Die Krankheit entwickelt sich schleichend über einen längeren Zeitraum.

Herzmuskelerkrankung (dilatative Kardiomyopathie (DCM))

Boxer -Herzerkrankungen beim HundGroße Hunderassen, wie Dogge, Boxer oder Dobermann neigen zur Herzmuskelerkrankung. Die Erkrankung beliebt häufig lange Zeit unentdeckt. Erst im mittleren bis hohen Alten wird sie durch Verhaltensveränderungen erkennbar. Bei einer Herzmuskelerkrankung verändert sich die Struktur des Herzmuskels. Es kommt es zur Vergrößerung des Herzens. Die Herzwände werden dünner und das Herz „leiert aus“. Gleichzeitig verschlechtert sich die Pumpleistung und das Blut kann nicht optimal befördert werden. Die Symptome treten plötzlich und extrem auf. Es geht den Hunden innerhalb von wenigen Wochen stetig schlechter. Eine Kardiomyopatie kann von Herzrhythmusstörungen begleitet werden. In Einzelfällen kann es sogar zum plötzlichen Herztod kommen.

Ursachen einer Herzerkrankung beim Hund

Oft spielt die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle. Denn einige Hunderassen sind anfälliger für diese Erkrankungen. Die Schädigung des Herzens kann aber auch durch andere Krankheiten, wie Viruserkrankungen oder bakterielle Infektionen hervorgerufen werden. Weitere Ursachen für Herzschäden können Stoffwechselerkrankungen, einzelne Medikamente sowie Vergiftungen sein. Zudem kann auch eine falsche Ernährung zu einer Herzerkrankung führen.

Symptome

Das Herz kann Funktionsstörungen durch Mehrarbeit ausgleichen, sodass die Symptome erst später auftreten. Dadurch werden Herzerkrankungen meist erst spät erkannt.

Diese Symptome können Anzeichen von Herzprobleme sein:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, mangelnde Bewegungsfreude
  • nächtliche Unruhe
  • Husten
  • erhöhte Atemfrequenz
  • Atemnot bei Anstrengungen
  • Kreislaufprobleme und Bewusstseinsverlust
  • Wasseransammlungen im Körper (zeigen sich meist durch einen aufgeblähten Bauch)
  • Gewichtsverlust des Hundes

Wenn dein Hund unter einer angeborenen Herzerkrankung leidet, zeigt sich dies meist schon im Welpenalter. Häufig sind die Hunde dann schon früh apathisch und haben Wachstumsstörungen.

Wie diagnostiziert man Herzerkrankungen beim Hund?

Trauriger MopsSchon bei Abhören von Herz und Lunge kann der Tierarzt krankhafte Herzgeräusche feststellen. Dadurch können Herzerkrankungen beim Hund bereits vor dem Auftreten von Symptomen erkannt werden.  Um die genaue Herzerkrankung herauszufinden, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden. Meist wird ein EKG, Herzröntgen oder eine Ultraschalluntersuchung gemacht. Zudem kann auch das Blutbild deines Hundes bei Herzerkrankungen Veränderungen aufweisen.

Therapie

Herzklappen- und Herzmuskelveränderungen sind nicht heilbar. Wenn dein Hund betroffen ist, wird der Tierarzt ihm kreislaufentlastende und herzstärkende Medikamente verschreiben. Die Medikamente sollen das weitere Fortschreiten der Erkrankung bremsen und das Leben der Hunde verlängern.

Bei akutem und lebensbedrohlichem Herzversagen ist eine stationäre Behandlung notwendig.

Ernährung eines herzkranken Hundes

Falls dein Hund betroffen ist, geht kein Weg an einer Ernährungsumstellung vorbei. Denn eine gesunde Ernährung und Normalgewicht können dazu beitragen, dass die Lebensqualität deines Hundes über Jahre erhalten bleibt. Zudem gibt Spezialfutter, das sich positiv auf die Gesundheit von Herzpatienten auswirkt. Spezielle Nährstoffe wirken sich herzschonend aus. Am besten kannst du dich dazu von deinem Tierarzt beraten lassen, um genauere Informationen zu erhalten.

Vorbeugen von Herzerkrankungen beim Hund

Hund auf einer WieseBei Herzerkrankungen spielen sowohl das Alter, als auch das Gewicht eine entscheidende Rolle. Um Herzerkrankungen vorzubeugen, solltest du das Gewicht deines Hundes im Auge behalten. Wenn dein Hund bereits älter ist, kann etwas Übergewicht eine Herzerkrankung begünstigen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und genügend Bewegung an der frischen Luft reduzierst du das Risiko einer Erkrankung des Herzens. Außerdem ist es empfehlenswert, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt zu gehen. So kann eine Erkrankung gegebenenfalls rechtzeitig erkannt werden.

Lisa von edogs

Ich schreibe nicht nur Beiträge im edogs Magazin, sondern bin auch für das Social Media Marketing auf Facebook, Instagram und Pinterest zuständig.
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