Akita Inu

Akita Inu
Akita Inu
Akita Inu
Akita Inu

Steckbrief
Größe: Rüden: 67 cm, Hündinnen: 61 cm
Gewicht: 35-40 kg
FCI-Gruppe: 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 5: Asiatische Spitze und verwandte Rassen
Herkunftsland: Japan
Farben: Rot-falb, sesam, gestromt, weiß
Lebenserwartung: 12 Jahre
Geeignet als: Begleit-, Gebrauchshund
Sportarten: Dogtracking, Dogdancing und Schlittenhundesport
Charakter: selbstbewusst, ruhend, eigensinnig, treu, geduldig, liebevoll
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens gering
Pflegeaufwand: eher hoch
Fellstruktur: drahtig, hart und dicht
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: eher ja
Sozial: nein

Der Akita im Portrait

Der Akita ist eine große Hunderasse, die ursprünglich aus Japan stammt. Sie gehört der FCI Gruppe 5, Sektion 5 an und zählt demnach zu den Spitzrassen. Bis 1999 wurde unter dem Namen der Rassen zwei verschiedene Erscheinungsformen des Akitas gezüchtet. Neben dem japanischen Typ gibt es auch eine ameriakanische Art der Rasse. Im Jahre 1999 trennte die FCI die beiden Rassen. Somit heißt die japanische Rasse nur noch “Akita” und der Zusatz “Inu” entfällt. Die amerikanische Form wird American Akita genannt.

Bei dem Akita handelt es sich um einen großen, muskulösen Hund, der eine Widerristhöhe von bis zu 70 Zentimetern erreicht. Ein Rüde wird rund 67 Zentimeter hoch, eine Hündin erreicht eine Größe von 61 Zentimeter, wobei eine Abweichung von drei Zentimetern gestattet ist. Der Hund hat eine robuste, kräftige Erscheinung mit einem breiten Kopf. Die Ohren sind im Verhältnis klein, dreieckig und sind nach vorne geklappt. Rassetypisch ist das Fell hart, wobei die Unterwolle weich und dicht ist. Die Fellfarben des japanischen Spitzes reichen von Rot-Falbfarben über Sesam, rof-falbfarbenes Fell mit schwarzen Spitzen, bis zu Brindle und Weiß. Ein besonderes Merkmal der Hunde ist die fest eingerollte Rute, die sie auf dem Rücken tragen.

Charakter und Wesen des Akita Inus

Akita InuDer Akita Inu hat einen ruhigen, robusten Charakter und ist besonders intelligent. Ihr Verhalten ist von einem mehr oder weniger intensivem Jagd- und Schutzinstinkt geprägt, da bis heute diese Eigenschaften in der Zucht gepflegt werden. Im Gegensatz zu anderen Gebrauchshunden, wie beispielsweise der Rottweiler, ist der Akita Inu besonders selbstbewusst und selbstständig. Die Hunde dulden in der Regel keine anderen Hunde in ihrer Nähe und zeigen sich gegenüber Menschen zwar freundlich, aber zurückhaltend und gleichgültig.

Der bekannteste Akita Inu ist Hachiko, der eine außergewöhnliche Freundschaft zu seinem Besitzer hatte. Er begleitete ihn jeden Tag auf seinem Arbeitsweg zum Bahnhof und wartete dort bis sein Herrchen wieder nach Hause kam. Als der Mann starb, wartete Hachiko neun Jahre vor dem Bahnhof bis er selbst starb. Die Geschichte zeigt, wie besonders das Wesen des Akitas ist.

Wie bereits erwähnt ist die Hunderasse im Gegensatz zu anderen Hunden besonders eigenständig und selbstbewusst. Selbst bei Welpen kann man ein anderes Verhalten erkennen, als bei Welpen europäischer Hunderassen. Auch sie treffen selbstständig Entscheidungen und suchen nicht die Unterstützung ihres Besitzers. Wenn du einen Akita Inu halten möchtest, musst du dir bewusst sein, dass die Haltung und Erziehung dieser Hunde anders abläuft. Das starke Wesen der japanischen Akita Inus kann nicht unterdrückt werden und der Mensch muss die Balance zwischen Konsequenz und Zuneigung finden. Der Hund muss stets wissen, dass der Besitzer der Rudelführer ist. Rassetypisch hat der Akita einen ausgeprägten Jagdinstinkt, der mit passenden Aktivitäten ausgelebt werden sollte.

Herkunft und Geschichte des Akita Inus

Über den Ursprung der Hunderasse gibt es keine eindeutigen Überlieferungen, allerdings sind aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. tönerne Hundedarstellungen bekannt, die dem Typ sehr ähnlich sehen. Das zeigt aber, dass der Hund zu den ältesten Hunderassen gehört. Die Vorfahren des heutigen Akitas, auch Spitztorfhunde genannt, waren allerdings kleiner und passten sich den Lebensbedingungen an, je nachdem ob sie in einer nördlichen Region oder im Süden beheimatet waren. Im Norden Japans waren die Hunde größer und hatten langes Fell, weswegen sie der heutigen Rasse sehr ähneln. Aus den Vorfahren entwickelten sich die vier japanischen Spitzrassen. Dazu gehören neben dem Akita Inu, der Mittelspitz Nippon-Inu, der Kleinspitz Shiba-Inu sowie der bekannte Chow-Chow.

Den Namen erhielt die Rasse von ihre Heimatprovinz Akita auf der japanischen Insel Honshu. Bis in die 50-er Jahre herrschte ein Exportverbot der Hunde. Im Jahre 1931 wurde die Rasse als Naturdenkmal Japans geehrt, wobei sie die erste aller japanischen Hunderassen ist.

Gesundheit und rassetypische Krankheiten des Akita Inus

Im Allgemeinen ist der Akita und auch der Amerikanische Akita robuste, langlebige Hunde, die bis zu 15 Jahre alt werden. Wie andere große Hunde können sie aber auch, besonders im höheren Alter, an Arthrosen oder Spondylosen erkranken. Außerdem tritt bei dem Akita Inu immer wieder Allergien oder Hauterkrankheiten auf, die von einem Tierarzt behandelt werden müssen. So steht dem Akita Inu einem langen gesunden Leben so gut wie nichts im Wege.

Wie bei anderen japanischen Hunden ist eine häufige Krankheit bei dem Akita die Mikrozytose. Die Ursache ist oft ein bestehender Eisen- und Kupfermangel, an denen auch der Shar Pei oder der Chow Chow leidet. Die Erbkrankheit bezeichnet besonders kleine rote Blutkörperchen. Dadurch ist die Sauerstoffversorgung des Organismus beeinträchtigt. Wenn du dich für einen Akita interessierst, solltest du beim Züchter oder Verkäufer nachfragen, ob bei den Eltern eine der typischen Krankheiten bekannt ist.

Die richtige Fütterung und Ernährung des Akitas

Akita InuDie Fütterung der Hunderasse Akita sollte ausgewogen sein, damit dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stehen. Dabei sollte Hundebesitzer immer beachten, dass ein Akita Inu Welpe eine andere Zusammensetzung des Futters benötigt, als ein erwachsener Hund. Achte bei der Fütterung eines Akita Welpen, dass er genügend Nährstoffe zum Wachstum erhält, damit Knochen, Sehnen und Muskeln sich optimal entwickeln können. Bei erwachsenen Hunden solltest du das Futter so zusammensetzen, dass es einen hohen Proteingehalt hat und auf die meisten Kohlenhydrate verzichtet. Besonders kastrierte Rüden und Hündinnen neigen zu Übergewicht, wenn sie zu wenig Bewegung haben und die Ernährung darauf nicht angepasst ist. Wenn du einen Akita Inu Welpen bei einem erfahrenen Züchter kaufst, berät er dich sicherlich auch zur passenden Fütterung!

Haltungsempfehlungen für den Akita Inu

Wer sich einen Akita anschaffen möchte, sollte sich Klaren darüber sein, dass die asiatischen Spitze ein spezielles Wesen haben. Im besten Fall hast du bereits Erfahrung mit dem Akita oder ähnlichen Rassen. Im Allgemeinen können die Hunde in einer Mietwohnung gehalten werden, obwohl er ein großer Hund ist. Die Akita Inu haben selten probleme alleine zu bleiben und kommen selbst mit einer teilweisen Außenhaltung gut zurecht. Der Hund benötigt Familienanschluss und eine feste Bezugsperson, die sich mit seiner Erziehung auseinandersetzt. Mit Kindern innerhalb der Familie kommt die Rasse grundsätzlich gut zurecht, jedoch sollten die Kinder wissen, dass diese Hunde keine hoch motivierten Spielkameraden sind.