Australian Shepherd

Australian Shepherd

Steckbrief
Größe: Rüden: 51-58 cm, Hündinnen: 46-53 cm
Gewicht: Rüden: 25-32 kg, Hündinnen: 16-25 kg
FCI-Gruppe: 1: Hütehunde und Treibhunde
Sektion: 1: Schäferhunde
Herkunftsland: USA
Farben: Schwarz, Rot, Rot merle, Blau merle, Merle
Lebenserwartung: 12-15 Jahre
Geeignet als: Arbeits-, Hüte- und Wachhund
Sportarten: Agility
Charakter: aktiv, anhänglich, intelligent, gutmütig, fürsorglich
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential gering
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: mittlerer Textur, gerade bis gewellt, wetterbeständig und von mittlerer Länge
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Der Australian Shepherd im Portrait

Der Australian Shepherd ist eine mittelgroße Hütehunderasse, die aus den USA stammt. Die Rasse ist von der FCI, Fédération Cynologique Internationale, anerkannt und ist in der FCI Gruppe 1 der Sektion 1 zugeordnet. Andere Hunde dieser Sektion sind beispielweise der Deutsche Schäferhund, der Briard oder ein Bobtail. Ein Australian Shepherd Rüde erreicht eine Größe von 51 bis 58 Zentimeter und ein Gewicht von 25 bis 32 Kilogramm. Eine Hündin ist mit 46 bis 53 Zentimeter sowie einem Gewicht von 16 bis 25 Kilogramm etwas kleiner und zierlicher. Die Lebenserwartung der Hunde liegt bei 13 bis 15 Jahren. Weitere Rassen, die als Hütehunde eingesetzt werden, ähneln dem Australian Shepherd sehr. Dazu gehört unter anderem der Border Collie oder der Shetland Sheepdog, kurz Sheltie.

Der Körperbau des Australian Shepherds ist gut proportioniert, gut bemuskelt, ohne dabei schwer zu wirken. Im besten Fall ist der Aussie etwas länger als hoch. Die Hunderasse hat entweder eine gerade Rute oder eine natürliche Stummelrute.
Die Hunderasse hat halblanges Fell, das mit einer dichten Unterwolle versehen ist. Die Haare können sowohl glatt als auch leicht gewellt sein. Am Kopf sowie an den Außenseiten der Ohren ist das Fell kurz und sowohl die Vorderläufe als auch die Hosen sind mäßig befedert.

Australian ShepherdEine farbenfrohe Hunderasse

Ein besonderes Merkmal des Australian Shepherds ist die große Farbenvielfalt. Neben den vier Grundfarben black (schwarz), red (rot), blue merle (grau mit schwarzen Marmorierungen) sowie red merle (beige/hellrot mit roten bis braunen Marmorierungen) gibt es zusätzlich vier unterschiedliche Abzeichenarten.  Somit entstehen 16 mögliche Farbvarianten des Fells. Mit braun, blau, bernsteinfarben gibt es drei mögliche Augenfarbe, die in diversen Variationen, Kombinationen und marmoriert auftreten können.
Laut FCI-Standard haben Hunde mit den Fellfarben schwarz oder blue merle eine schwarze Augenumrandung. Hunde mit braunem oder red merle gefärbtem Fell haben eine lederfarbene/braune Umrandung.

Herkunft und Geschichte des Australian Shepherds

Der Name der Rasse lässt vermuten, dass die Hunde eigentlich aus Australien stammen, jedoch wurden sie im 19. Jahrhundert von baskischen Schäfern mit nach Amerika gebracht. Diese brachten außerdem Merinoschafe mit, die zuvor nach Australien exportiert wurden. Aus diesem Grund wurden sie in Nordamerika als „Australian Sheep“ bezeichnet.

Im Jahre 1957 gründeten Begeisterte der Aussies in Arizona das erste Zuchtbuch namens Australian Shepherd Club of America, das bis heute besteht. 1980 schloss sich die 20 Jahre zuvor gegründete International Australian Shepherd Association dem ASCA an. Die FCI erkannte den Australian Shepherd allerdings erst 1996 als eigentständige Hunderasse an.

Seit den 70-er Jahren ist der Aussie immer öfter in Europa zu beobachten und insbesondere in den vergangenen Jahren ist der bunte Hund zu einer der beliebtesten Hunderassen geworden. Einerseits wird der Australische Schäferhund als Familienhund gehalten, aber auch als Arbeitshund oder sogar als Begleithund.

Intelligent und lerneifrig – Der Charakter des Australian Shepherds

Ähnlich wie andere Hütehunde, hat der Aussie ein sehr intelligentes und aufmerksames Wesen. Aufgrund seines ausgeprägten Hüteinstinkts ist er besonders aufmerksam und bewacht sein Umfeld sowie das Rudel. Die Hunde sind optimale Arbeitstiere mit einer hohen Ausdauer.
Mit Artgenossen ist der Aussie durchaus gutmütig und ausgeglichen. In der Regel zeigt ein Aussie kein boshaftes Verhalten oder Aggressivität.

Da die Rasse sich durch ein freundliches Wesen auszeichnet, sind sie grundsätzlich als Familienhund geeignet, jedoch müssen die Besitzer eines Aussies garantieren, dass er sowohl körperlich als auch geistig gut ausgelastet wird. Bei zu wenig Bewegung wird der Hund unausgeglichen, da seine Bedürfnisse nicht ausreichend befriedigt werden.

Australian ShepherdGesundheit und Ernährung eines Australian Shepherds

In der Geschichte der Rasse wurden unter anderem Collies eingekreuzt. Dadurch leiden einige Australian Shepherds an dem MDR1-Defekt, weswegen diese Hunde auf bestimmte Medikamente überempfindlich reagieren. Diese Erkrankung kann bei allen Hunden auftreten, die nachweislich auf einen Collie zurückgehen.

Weitere Krankheiten sind Epilepsie, Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie, Autoimmunerkrankungen, Allergien oder Schilddrüsen- und Herzprobleme. Sie traten insbesondere in den letzten Jahren vermehrt auf. Die Ursache der Anhäufung dieser Krankheiten kann die enorme Nachfrage nach Australian Shepherd Welpen sein. Dadurch kam es teilweise zu unkontrollierten Züchtungen. So wurde nicht nur mit geeigneten Zuchthunden gezüchtet, sondern auch mit Tieren, die nicht dem Rassestandard entsprechen.

Bei einer Verpaarung von zwei Merle Tieren kann es zu erheblichen Defekten, wie Taubheit oder Blindheit kommen. In Deutschland werden diese Vorgehensweisen als “Qualzucht” bezeichnet und es ist gesetzlich verboten, mit solchen Anpaarungen zu züchten.

Für ein langes, gesundes Leben benötigt ein Aussie eine ausgewogene Ernährung, die ihn mit allen relevanten Nährstoffen versorgt. Züchter achten darauf, dass insbesondere die Welpen ein energiereiches Futter erhalten. Wenn Hündinnen oder Rüden als Arbeitshund eingesetzt werden, benötigen sie in jedem Fall hochwertiges Futter mit einem hohen und ausgewogenen Nährstoffhaushalt.

Das Fell der mittelgroßen Rasse sollte in regelmäßigen Abständen, vermehrt während des Fellwechsels, gebürstet werden. Dadurch lösen sich abgestorbene Haare der Unterwolle und das Fell verfilzt nicht. Ansonsten zeigt sich der Aussie als robuster Hund mit widerstandsfähigem Fell.

Haltungsempfehlungen für einen Australian Shepherd

Australian ShepherdIm Allgemeinen muss sich jeder Mensch, der überlegt, einem Australian Shepherd ein Zuhause zu schenken, dass diese Hunderasse in ihrem Ursprung eine Arbeitshunderasse ist. Die Hunde sind äußerst aktiv und fordern ihre Beschäftigung auch ein. Mit der richtigen körperlichen und mentalen Auslastung kann ein Aussie durchaus als ein toller Familienhund gehalten werden. Am besten wird der Hund in einem Haus mit Garten gehalten, wo er toben kann. Außerdem freut sich ein Australian Shepherd über Aktivitäten wie Joggen oder Fahrrad fahren. Außerdem ist die Rasse hervorragend für Hundesport geeignet und die Hunde lassen sich schnell für Agility oder Dog Dancing begeistern.
Wenn Sie sich einem Aussie Welpen ein neues Zuhause schenken wollen, sollten Sie sich stets an erfahrene Züchter wenden. Diese achten darauf, dass die Elterntiere und Welpen gesund sind und die Welpen artgerecht aufwachsen.