Basset Hound

Basset Hound
Basset Hound
Basset Hound
Basset Hound
Basset Hound

Steckbrief
Größe: 28-38 cm
Gewicht: Rüden: 25-34 kg, Hündinnen: 20-29 kg
FCI-Gruppe: 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion: 1.3: Kleine Laufhunde
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Schwarz-Weiß, Braun-Weiß, Rot-Weiß, Zitrone-Weiß, Schwarz, Braun
Lebenserwartung: 10-15 Jahre
Geeignet als: Jagd-, Begleit- und Familienhund
Sportarten:
Charakter: Anhänglich, Sanft, Freundlich, Ergeben, Zäh
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential eher hoch
Stärke des Haarens eher hoch
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: glatt. kurz und dicht
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Der Basset Hound im Portrait

Wer einmal einem Basset-Hound begegnet ist – der vergisst ihn nicht! Er ist mit seiner Statur in der Hundewelt eine so auffällige Erscheinung, dass man nicht umhinkommt ihn mit einer gewissen Ungläubigkeit zu betrachten. Ist er doch mit seinem langen Rücken, dem mächtigen Schädel, den langen Ohren, der etwas obskur wirkenden Niederläufigkeit und der auffälligen Zeichnung alles andere als gewöhnlich und lenkt ganz automatisch die Blicke auf sich.

Der Basset gehört zur Gruppe der Jagdhunde, genauer gesagt wird er der FCI-Gruppe 6, Sektion 1.3 zugeordnet. Rein von der Körperhöhe, die zwischen 33-38 cm schwankt, gehört der Basset zu den kleinen Laufhunden. Sieht man ihn allerdings im Ganzen mit seiner enormen Rückenlänge und seiner stattlichen Statur, die im Standard ein Gewicht von 24-33 kg vorsieht, dann zählt der Basset schon eher zu den großen Vertretern der Jagdhunde. In der Regel ist der Rüde stärker gebaut als die Hündin.

Fellfarben und Rassemerkmale

Die typischen Fellfarben der Rassen sind

  • dreifarbig (schwarz-weiß-braun)
  • lemon-white (braun-weiß)
  • black and tan (schwarz mit braunen Abzeichen)
  • und deren farbliche Spielarten.

Allen gemein ist aber die weiße Schwanzspitze, die immer fröhlich in Bewegung ist. Laut FCI-Standard hat die Rasse lange, hängende Ohren, die geschmeidig sind und in der Länge über die Spitze des Fangs hinausragen. Die Beine der kleinen Hunde sind kräftig und muskulös, wobei hier ebenfalls eine leichte Faltenbildung möglich ist. Der typische Gesichtsausdruck des Bassets ist ernst und ruhig, passend zu seinem gelassenen Wesen. Er hat ein dichtes, glänzendes und kurzes Fell, das keiner besonderen Pflege bedarf.

Züchterisch hat man gerade in den letzten Jahren vielfach übertrieben und das Augenmerk auf Masse und damit verbundener Niederläufigkeit, Faltenbildung und überlange Behänge gelegt. Das Ergebnis waren recht unsportliche Welpen und junge Hunde, die sich den Vorwurf der Qualzucht gefallen lassen musste.

Heute ist man zunehmend bestrebt, dem Basset Hound züchterisch wieder ein Mehr an Sportlichkeit zu geben. Das heißt, dass die oben genannten Merkmale wie die Faltenbildung auf ein gesundes Maß gebracht werden.

Entscheidet man sich für einen Hund von einem seriösen Züchter, dankt der Hund das in der Regel mit einer starken Gesundheit und einem unvergleichlichen Wesen! Die Hunderasse ist ein wunderbarer Begleiter für Familien, da er für einen gutmütigen und freundlichen Charakter bekannt ist. Gegenüber anderen Hunden zeigt sich die Rasse als verträglich und trotz seiner Körpermasse als verspielt.

Herkunft und Geschichte des Basset Hounds

Die Rasse Basset Hound hat ihren züchterischen Ursprung in Großbritannien und wurde dort zum Ende des 19.Jahrhunderts aus den französischen Bassets der Unterarten  Basset d`Artois und Basset artésien normand unter der Einkreuzung des Blood Hounds geschaffen. Im Gegensatz zu dem Basset Hound ist dem französischen Basset Artésien Normand deutlich zierlicher gebaut und leichter.

Ursprünglich als reiner Jagdhund mit dem Spezialgebiet der Schweißarbeit (Schweiß=Blut), ist er geradezu prädestiniert für die Arbeit nach dem Schuss und zeigt dort mit seinem Arbeitswillen und seiner herausragenden Nasenleistung sein immenses Vermögen und auch seine erstaunliche Beweglichkeit und Ausdauer, wenn es darum geht, angeschossenes Wild  auf der Schweißfährte zu verfolgen.

Heute ist er nur noch selten im jagdlichen Einsatz und erfreut die Menschen eher als Familienhund mit seinem dem Menschen zugewandten Wesen, seiner Gutmütigkeit, seiner Verträglichkeit mit anderen Hunden. Nicht zuletzt mit seiner rasseeigenen Sturheit, die dem Besitzer in manchen Situationen schon eine gewisse Portion Humor abverlangen kann, hat sich die Hunderasse einige Fans gemacht.

Basset Hound
Quelle: Andreas Wemhoff

Charakter und Wesen des Bassets

Wer sich und seiner Familie einen Welpen kaufen möchte, findet in einem Basset Hound Welpen einen absoluten Menschen- und Kinderfreund. Als Meutehund gezüchtet, ist er extrem freundlich, wesensfest und mit einer hohen Reizschwelle ausgestattet und damit ein unkomplizierter Familienhund. Aufgrund seiner langen aber niedrigen Statur, sollte er nur wenige Treppen laufen müssen und möglichst ebenerdig gehalten werden. Auch stellt die Haltung mehrerer Basset Hounds, egal ob Rüden oder Hündinnen, kein Problem dar. Vielmehr freuen sich die Laufhunde über gleichartige Gesellschaft, da sie als ehemals gezüchteter Meutehund das Leben mit Gesellschaft kennt und schätzt.

Gesundheit und Ernährung des Basset Hounds

Obwohl der Basset Hound in manchen Körpermerkmalen wie der Länge des Rückens, der Länge der Ohren, oder Ausprägung der Hängelider sehr extrem erscheint, erfreut er sich in der Regel einer erstaunlich robusten Gesundheit. Allerdings haben einige Züchter sich in den vergangenen Jahren ausschließlich auf die Herauszüchtung bestimmter Merkmale konzentriert, sodass der Hund vermehrt an einigen Krankheiten leidete. Besonders die Jahre, in denen der Basset als Modehund galt, wirkten sich negativ auf seine Gesundheit aus.

Deswegen sei jedem Rasseinteressenten angeraten, sich im Vorfeld über das Zuchtziel des jeweiligen Züchters zu informieren, damit man keinen Welpen erwirbt, der in der Ausprägung der Rassemerkmale überzüchtet ist und damit anfällig für verschiedene Krankheiten sein kann.

Der Ernährung eines solchen Hundes sollte immer mit Bedacht erfolgen. Das Skelett einiger Rassen, wie auch das des Basset Hounds ist im Wachstum besonderen Belastungen ausgesetzt ist. Durch eine optimale Ernährung müssen die Welpen dazu gebracht werden, langsam zu wachsen, damit die jungen und noch nicht ausgehärteten Knochen nicht überbelastet werden. Ansonsten kann dies Deformationen im Bereich der Hüfte, Knie oder Ellenbogen zur Folge haben.
In der Praxis heißt das, dass man solche Hunde nach dem Vorbild der Natur,  also mit rohem Fleisch , Fleischknochen, Gemüse und Obst unter Zugabe von Ölen und Kräutern großzieht und damit in hohem Maße gewährleistet, dass der Hund so moderat und skelettverträglich an Gewicht und Größe zunimmt. Auch beugt man mit dieser naturnahen Fütterung, die man auch BARF (Biologisch artgerechte Rohfütterung) nennt, der gefürchteten Magendrehung vor. Welpenbesitzer können sich auch hier am besten Rat bei einem Tierarzt oder dem Züchter ihres Hundes Rat holen.

Die Erziehung der Rasse

Seine Erziehung ist nicht immer ganz einfach- ist ihm doch eine gewisse Sturheit und Selbstständigkeit in Verbindung mit einer hohen Sensibilität mit in die Wiege gelegt. Es bedarf einfach eines hohen Maßes an Konsequenz und auch eines gewissen Humors, um diesem Hund erzieherisch gerecht zu werden. Bereits ein Basset Hound Welpe sollte von Beginn Regeln kennen, die mit einer konsequenten Erziehung durchgesetzt werden. Ein guter Züchter kann den Besitzern hilfreiche Tipps zur Erziehung der Hunderasse geben und dir einen Trainer empfehlen.

Entgegen des ersten Eindrucks des gemütlichen, leicht stoischen Charakters, liebt und braucht der Basset Hound tägliche ausgedehnte Spaziergänge in der Natur um gesund und leistungsfähig zu bleiben.