Beagle

Beagle
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Beagle
Beagle
Steckbrief
Größe: 34-38 cm
Gewicht: 16-18 kg
FCI-Gruppe: 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion: 1.3: Kleine Laufhunde
Herkunftsland: Frankreich
Farben: Schwarz-Weiß, Dreifarbig, Blau
Lebenserwartung: 12-13 Jahre
Geeignet als: Jagd-, Begleit- und Familienhund
Sportarten:
Charakter: Glücklich, Aktiv, Neugierig, Anhänglich, Agil, Lebendig
Auslaufbedürfnisse: eher hoch
Sabber-Potential
Stärke des Haarens
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: kurz, mitteldick, dicht
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial:

Der Beagle im Portrait

Der Beagle ist eine britische Jagdhunderasse, die von der FCI der Gruppe 6, Sektion 1 zugeordnet wird. Die Rasse gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Hunderassen, wobei er nicht nur als reiner Jagdhund gehalten wird, sondern auch oft als Familienhund einzieht. Der Hund erreicht eine Widerristhöhe von 33 bis 40 Zentimetern und wiegt maximal 18 Kilogramm. Dabei sind Hündinnen kleiner und zierlicher gebaut, als Rüden. Die Lebenerwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren und der Beagle zeichnet sich durch einen freundlichen, lustigen und kontaktfreudigen Charakter aus. Deswegen eignet sich die Rasse auch nicht als Wach- oder Schutzhund, sondern eher als Familien- und Begleithund. Allerdings benötigen Beagle Besitzer einen langen Geduldsfaden und ausreichend Konsequenz in der Hundeerziehung. Da die Eigenschaften als Jagdhund immer wieder durchschlagen, wirkt der Beagle schnell dickköpfig und selbstständig. Mit einer konsequenten und liebevollen Erziehung ist das Leben mit einem Beagle sehr bereichernd.

Der Hund ist ein kompakter Jagdhund und hat einen kräftigen, muskulösen Körperbau. Der Hund hat kurze und kräftige Beine und einen mäßig langen Kopf. Sein Gesicht wird einem ausgeprägten Stop, von den dunkel- bis haselnussbraunen Augen mit einem sanften Ausdruck, sowie den langen, tief angesetzten Ohren dominiert. Die Rute ist dick und der Beagle trägt sie gerade und fröhlich über der Rückenlinie. Das kurze Fell des Hundes ist dicht und wetterfest. Bei den Farbvarianten des Fells sind alle Hound Farben außer “Leber” erlaubt. Die häufigsten Farben sind zweifarbig tan and white (braun-weiß), red and white (rot-weiß), lemon and white (zitronengelb-weiß) oder tricoloured in schwarz, braun und weiß. Dabei wird noch unterschieden ob die Decke aufgerissen ist oder nicht (tricoloured broken). Verwandte Rassen sind der English Foxhound oder der Basset.

Herkunft und Geschichte des Beagles

BeagleDer kleine Laufhund wurde früher als Jagdhund eingesetzt und waren besonders geeignet für eine Treibjagd in einer Meute. Die Tiere waren spezialisiert auf die Jagd auf Feldhasen oder Wildkaninchen. Laut Überlieferungen ist der Ursprung der Rasse in der französischen Normandie, von woher im 11. Jahrhundert weiße Hubertushunde mit der Familie Talbot nach England gebracht wurden. Im englischsprachigen Raum hießen diese Laufhunde später Northern Hounds oder Norman Hounds. Sie waren schlanke, schnelle Hunde, die an ihrem schrillen Spurlaut zu erkennen waren.
Während des Hundertjährigen Kriegs entdeckten die Engländer im Süden Frankreichs eine gescheckte Hunderasse, die beeindruckende Jagdeigenschaften hatte. Allerdings waren die mittelgroßen Tiere auch langsam und schwerer. Seitdem hieß diese Rasse Southern Hound, die mit den Northern Hounds die Vorfahren des Beagles waren. Im Laufe der Zeit entstand durch die Kreuzung beider Hunderassen ein Jagdhund, der schnell genug war und in der Lage war, nur mit der Fährte eines Tieres zu jagen.

Aus dem 16. Jahrhundert sind vom Hof des Königs Heinrich VIII. Angaben über kleine Jagdhunde bekannt, die damals als Little Beagles bezeichnet wurden. Zu dieser Zeit war die Rasse so bekannt, dass selbst Formen der Jagd nach ihnen benannt wurden und seit 1890 ist die Hunderasse vom British Kennel Club anerkannt.

Das Wesen des Beagles – freundlich und frech

Der Charakter des Beagles zeichnet sich durch seine Lebens- und Bewegungsfreude aus, ohne dabei jemals Aggressionen oder Angst zu zeigen. Er ist ein sehr fröhlicher Hund, der die Zuneigung seiner Familie braucht, um glücklich zu sein. Bereits als Welpe ist der Beagle unternehmungslustig und entdeckt auf eigene Faust die Welt. Ebenso ist er gegenüber anderen Hunden freundlich und das Bedürfnis nach Gesellschaft kommt von der ursprünglichen Lebensform in der Meute. Gegenüber Kindern ist er stets spielbereit und freut sich über genügend Beschäftigung.

Da sein Wesen immer noch von der Jagd geprägt ist, benötigen die robusten Beagle Hunde viel Auslauf und Bewegung. Sein Charakter als Meutehund ist übrigens ein wichtiger Grund dafür, dass die Hunde übermäßig viel fressen. Wenn du dir einen Beagle Welpen kaufen möchtest, gehört die konsequente Erziehung und eine angepasste Beschäftigung in jedem Fall dazu. Sei dir darüber im Klaren, dass der Hund bis ins hohe Alter passende Aktivitäten braucht. Der Züchter kann dir dabei sicherlich beratend zur Seite stehen.

Gesundheit des Beagles

Der robuste Hund wird in der Regel nicht von vielen Krankheiten heimgesucht und mit der richtigen Pflege und Ernährung erwartet den Beagle ein langes, zufriedenes Hundeleben. Jedoch ist ein enormes Übergewicht, oder Adipositas, ein bekanntes Problem bei Beagle. Ihr Energiebedarf ist im Gegensatz zu anderen Hunderassen 15 Prozent niedriger, sodass sie schnell übergewichtig werden, wenn der Nährstoffgehalt nicht angepasst wird.
Da der Beagle rassebedingt an schwachem Knorpel- und Bandscheibengewebe leidet, kann es unter Belastung reißen. Zu den Symptomen des Beagles gehören dann Nervenausfällen, Lähmungen und starke Schmerzen. Aufgrund der Vorbelastung ist ein Übergewicht des Hunde unbedingt zu vermeiden, da dies nur eine zusätzliche Belastung ist.
Eine weitere Krankheit, an denen Hündinnen und Rüden der Rasse leiden können, ist die Hound-Ataxie. Zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr tritt die neurologische Erkrankung sowohl beim Beagle als auch beim English Foxhound auf, die sich unter anderem durch Bewegungsstörungen und spastischen Lähmungen zeigt. Allerdings verspürt der Beagle hierbei keinerlei Schmerzen!
Wie auch andere Hunderassen, sowohl kleine Hunde als auch große, kommen bei dem Beagle Hüftdysplasien oder Ellbogendysplasien vor. Diese Fehlstellung der Gelenke ist genetisch bedingt und die Elterntiere deines Beagles sollten darauf getestet sein.

Wenn du einen Beagle Welpen von einem seriösen und erfahrenen Züchter kaufst, klärt er dich über etwaige Erkrankungen auf und in den meisten Fällen wurden die Beagle Hündin und die Welpen auf bestimmten Krankheiten untersucht. Somit sinkt das Risiko einer Vorbelastung.

Beagle

Ernährung und Pflege der Hunderasse

Wer einem Beagle ein neues Zuhause schenken möchte, muss sich besonders mit der Fütterung auseinandersetzen. Ein Welpe benötigt ausreichend Nährstoffe, damit seine Knochen und andere Gewebearten optimal wachsen. Allerdings müssen die Inhaltsstoffe an den Energiebedarf des Hundes angepasst werden, sodass er mit einer kleineren Menge satt ist und trotzdem korrekt versorgt ist. Dem scheinbar ununterbrochenen Hunger des Hundes kann damit Einhalt geboten werden.
Die Pflege des Fells gestaltet sich sehr einfach, da das Fell wetterfest ist. Er muss lediglich ab und an gebürstet werden. Weitaus wichtiger ist dabei die Pflege der Ohren. Da sie stets verdeckt sind, können schnell Infektionen oder ein Parasitenbefall entstehen. Daher sollte zum wöchentlichen Pflegeritual die Kontrolle der Ohren gehören.

Haltungsempfehlungen für den Beagle

Überlegst du, ob du einem schlappohrigen, kleinen Beagle ein Zuhause schenken möchtest? Dazu musst du wissen, dass es sich hierbei um einen Arbeitshund handelt, der viel Bewegungsfreude hat. Als Beaglebesitzer solltest viel Freude bei der Erziehung und der Arbeit mit dem Hund haben und wissen, wie du ihn altersgerecht korrekt auslastest. Bereits ein Beagle Welpe muss die wichtigsten Grundlagen der Erziehung kennenlernen und bestimmte Grundregeln bekommen. Unter der Prämisse eignet er sich gut als Familienhund. Durch die enorme soziale Ausprägung der Hunde kann er dich überall hin begleiten und ist dir ein super Begleiter. Selbst als Zweithund lässt er sich wunderbar halten, ohne dass große Probleme bei der Zusammenführung entstehen können.