Bordeauxdogge

Bordeaux Dogge
Steckbrief
Größe: 58-68 cm
Gewicht: Rüden: 55-65 kg, Hündinnen: 45-65 kg
FCI-Gruppe: 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion: 2.1: Doggenartige Hunde
Herkunftsland: Frankreich
Farben: Kitz, Rot, Mahagoni, Rotbraun mit brauner oder schwarzer Maske
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
Geeignet als: Hof-, Wach-, Schutz- und Familienhund
Sportarten: Trickdogging, Obedience
Charakter: Ergeben, Mutig, Loyal, Kameradschaftlich, Wachsam
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential hoch
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: Dünn, kurz und weich
Kinderfreundlich: ja
Familienhund: ja
Sozial: nein

Die Bordeaux Dogge im Portrait

Die Bordeaux Dogge, die ursprünglich Dogue de Bordeaux heißt, ist eine äußerst alte Rasse aus der Region im Südwesten Frankreichs. Die Doggenart ist von der FCI als eigenständige Rasse anerkannt und sie gehört zur FCI-Gruppe 2 „Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde“.

Die Hunde erreichen eine Größe von 58 bis 68 Zentimeter und sind besonders kräftig gebaut. Üblicherweise werden Rüden mindestens 50 Kilogramm und eine Hündin mindestens 45 Kilogramm schwer. Die Lebenserwartung der Molosser liegt lediglich bei sechs bis acht Jahren. Das Fell der Bordeauxdogge ist kurz, dicht und weich, wobei die Farbe rassetypisch Falb in allen Abstufungen ist. Manche Vetreter der Hunderasse tragen weiße Abzeichen an der Brust oder an den Zehen. Außerdem gibt es Schwarz- und Braunmasken, die sich in der Fellfärbung des Kopfes sowie der Farbe des Nasenschwamms unterscheiden. Schwarzmasken haben ein schwarzes Gesicht und einen schwarzen Nasenschwamm. Bei Hunden mit brauner Maske sind Lidränder und die Nase braun gefärbt. Bei Hunden ohne Maske ist das Haarkleid in der gleichen Farbe wie das restliche Fell.

Bordeauxdogge

Die Bordeauxdogge hat ein imposantes, souveränes Auftreten, wobei sie selten aus der Fassung gerät. In ihren Bewegungen und Reaktionen zeigt sich der Hund besonders gelassen und ruhig.

Wie bereits erwähnt, sind Bordeauxdoggen ausgesprochen kräftig gebaut und sie verfügen über einen muskulösen Körperbau mit harmonischen Proportionen. Bezeichnend für den Hund ist sein charakteristischer Kopf. Er hat die Form eines Trapezes und ist kurz und breit. Die Ohren der Bordeauxdogge sind hoch angesetzt und die Stirn dominiert das Gesicht des Hundes. Der Fang und der Kiefer ist kurz, kräftig und hat deutliche Hautfalten auf dem Nasenrücken. Die Augen stehen weit auseinander und sind bernsteinfarben bis dunkelbraun. Mit ihrem äußeren Erscheinungsbild ähneln die Doggen besonders dem Mastiff, dem Cane Corso oder dem Rottweiler.

Herkunft und Geschichte der Bordeaux Dogge

Die Dogue de Bordeaux ist ein Molosser der aus der bekannten Region Südfrankreich stammt. Die Molossoidenhunde sind seit Urzeiten bekannt und waren in unterschiedlichen Kulturen die vierbeinigen Begleiter bei der Jagd. Die großen Hunde waren ein Jagdhund für großes Wild, wie Wildschweine und zeigten hier ihren Charakter als mutiger, kraftvoller Hund. Die Vorfahren der Bordeauxdogge wurden erstmals im 14. Jahrhundert in Frankreich erwähnt. Im Jahre 1863 fand die erste Rassehundeausstellung in Frankreich statt, wo die doggenartigen Hunde unter dem heutigen Namen Dogue de Bordeaux präsentiert wurden. In den beiden Weltkriegen ist die Rasse fast ausgestorben und erst in den 1960-er Jahren erlebte die Zucht einen Aufschwung. Der 1971 veröffentlichte FCI-Standard stammt von Raymond Triquet und Maurice Luquet. In den vergangenen Jahren kam es allerdings zu einer Überzüchtung, da der verfasste Rassestandard kein maximales Gewicht angibt. Somit wurden insbesondere Rüden der Rasse immer größer und massiger. Das führt allerdings zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko und die Lebenserwartung schränkte sich immer weiter ein. So gehören die Bordeauxdoggen zu den Hunde mit der kürzesten Lebensdauer.

Der Einsatz der Hunderasse ähnelt immer noch sehr ihrem ursprünglichen Arbeitsgebiet. So sind sie heute oft dienlich als Schutz- und Wachhund oder werden als reine Familienhunde gehalten.

Quelle: Silvia Uhlig

Charakter und Wesen der Bordeaux Dogge

Ebenso wie ihr souveränes Aussehen zeichnet auch ihr Wesen durch Souveränität und Gelassenheit aus. Oft gelten sie auch als sanfte Riesen, da ihre Reizschwelle sehr hoch ist und äußere Reize sie nicht besonders interessieren. Gegenüber anderen Hunden zeigen sich die Doggen ruhig und genügsam. Selbst als Welpe können sie ihre Kraft oft schon gut kontrollieren.Die Bordeaux Dogge ist gegenüber ihrer Familie sehr loyal und liebenswert. Aufgrund der besonderen Ruhe sind die Bordeaux Doggen auch für Familien mit Kindern geeignet, da sie ein toller Spielkamerad sind und seltenst in Stress geraten. Ihre Umwelt beobachtet der Hund stets und zeigt sich eher als stiller Teilnehmer.

Gesundheit der Bordeaux Dogge

Aufgrund der enormen Schwere und Größe der Bordeaux Dogge leidet sie immer wieder an verschiedenen Krankheiten. Das können einerseits Hüftdysplasien oder Bänderrisse sein, da die Gelenke und Bänder bei schnellen Bewegungen nicht ausreichend belastbar sind. Aufgrund des kurzen Fangs ist die Bordeauxdogge kurzatmig und sollte bei Hitze nicht belastet werden. Wenn du mit dem Gedanken spielst, einen Welpen der Rasse zu kaufen, solltest du bloß seriöse Züchter kontaktieren. Diese sind sich den Besonderheiten der Rasse bewusst und achten darauf, dass die Eltern der Welpen gesund sind.

Haltungsempfehlungen für die Bordeauxdogge

Auch wenn die Hunde sehr entspannte Zeitgenosse sind, benötigt sie ausreichend Platz und ist keine geeignete Rasse für eine Etagenwohnung. Die Hunderasse wünscht sich Bewegungsfreiheit und nutzt einen Garten gerne, um ihre Umgebung zu beobachten. Sie benötigt tägliche Bewegung, gerne längere Spaziergänge, jedoch ist die Dogge kein passender Vierbeiner für Sportler. In den Sommermonaten benötigt die Bordeaux Dogge ausreichend Ruhe und verzichtet auf Bewegung in der Sommerhitze.

Die Erziehung einer Bordeaux Dogge ist nicht besonders aufwendig, wobei sie als Welpe bereits die Basisregeln kennenlernen muss. Die Hunde sind besonders sensibel und vertragen keine Härte oder ungerechtes Maßregeln ihrer Besitzer. Allerdings müssen die Halter genügend Konsequenz zeigen, um die Regeln durchzusetzen. Die Dogge geht mit ihren Besitzern ein inniges Vertrauensverhältnis ein und dies bildet eine wichtige Grundlage für eine gut funktionierende Beziehung zwischen Hund und Halter.

Wenn du einer Bordeaux Dogge ein neues Zuhause schenken möchtest, findest du im Hundemarkt passende Inserate von seriösen und teilweise geprüften Züchtern. Bevor du dich auf die Suche nach einem passenden Hund machst, kannst du anhand der Wohn- und Arbeitsverhältnisse und deinen anderen Hobbies feststellen, welche Hunderasse zu dir passt. Möchtest du noch mehr über den Kauf eines Welpen beim Züchter erfahren? Im edogs Magazin findest du alle relevanten Informationen zum Hunde- und Welpenkauf.