Dalmatiner

Dalmatiner
Steckbrief
Größe: 54-61 cm
Gewicht: 24-32 kg
FCI-Gruppe: 6: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion: 3: Verwandte Rassen
Herkunftsland: Kroatien
Farben: Schwarz-Weiß, Leber-Weiß
Lebenserwartung: 10-15 Jahre
Geeignet als: Gesellschafts- und Familienhund
Sportarten: Agility, Obedience, Apportieren
Charakter: Aktiv, Spielerisch, Intelligent, Abgehend, Freundlich, Energiegeladen, Empfindlich
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: hoch
Pflegeaufwand: gering
Fellstruktur: kurz, hart, dicht, glatt, glänzend
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: eher ja

Der Dalmatiner im Portrait

Dalmatiner

Nicht erst seit dem dem Film 101 Dalmatiner ist diese Hunderasse beliebt. Ihr getupftes Fell ist ein wahrer Hingucker. Der Dalmatiner gehört zu einem der auffälligsten Hunderassen der Welt. Mit seiner lebhaften und doch freundlichen Art ist er der ideale Familienhund. Mit einem Dalmatiner wird es nicht langweilig. Sie sind sehr intelligente, aktive Hunde und fordern dieses auch von ihren Menschen. Auffälligstes Merkmal ist vor allem ihr getupftes Fell. Die Welpen werden reinweiß geboren und entwickeln etwa nach 10-14 Tagen durch eine Mutation der Gene die ersten schwarzen oder braunen Tupfen. Dieser Prozess ist etwa mit einem Jahr abgeschlossen. Dann sollten idealerweise die Tupfen symmetrisch über den ganzen Körper verteilt sein. Ansonsten ist das Fell kurz und glatt.

 

Diese kräftige und doch elegante Hunderasse gehört der FCI-Gruppe 6 der Lauf- und Schweißhunde an. Verwandte Hunderassen in der Sektion der Laufhunde sind unter anderem der Beagle und ein Rhodesian Ridgeback. Laut FCI- Standard wird der Dalmatiner Rüde circa 56-72 Zentimeter und Hündin ungefähr 54- 60 Zentimeter groß. Bei guter Haltung beträgt die Lebenserwartung des Dalmatiners bis zu 15 Jahre.

Herkunft und Geschichte des Dalmatiners

Wo der genaue Ursprung dieser Rasse liegt, ist bisher noch nicht vollends geklärt. Wie der Name schon sagt, geht man davon aus, dass der heutige Dalmatiner aus der Gegend der dalmatinischen Küste in Kroatien kommt. Offiziell sind sie beim FCI auch als kroatische Rasse registriert. Erste Nachweise finden sich in Kirchenchroniken des 14. bis 17 Jahrhunderts.
Der vorerst offizielle Standard wurde 1890 festgelegt und der erste Verein für diese Hunderasse der „Dalmatian Club“ gründete sich.

1996 entstand der Film „101 Dalmatiner“, der auf den gleichnamigen Roman und Zeichentrickfilm basiert. Der Erfolg des Filmes um die beiden Dalmatiner Pongo und Perdita löste einen regelrechten Hype aus, der dazu führte, dass diese Rasse überaus beliebt wurde.  Dies hatte den negativen Effekt, dass die Anfrage stieg und vermehrt auch mit zur Taubheit neigenden Hunden gezüchtet wurde, um der Nachfrage nachkommen zu können. Der Dalmatiner folgte damit unrühmlich dem Collie, der durch die Lassie Filme ein ähnliches Schicksal erlitten hatte.

Charakter und Wesen des Dalmatiners

Bei diesem Hunden handelt es sich um eine sehr lebhafte Rasse. Ähnlich wie Terrier brauchen sie täglich genügend Auslauf und Beschäftigung. Nach einem aufregenden Tag verbringen sie gern die restliche Zeit im Haus und schlafen. Für sportliche Familien ist er genau der richtige Hund, da er gern bei allen Aktivitäten dabei ist. Dalmatiner sind überaus Intelligent und gleichzeitig sensibel. Sie benötigen eine konsequente, aber nicht zu autoritäre Erziehung. Sie freuen sich über positive Bestätigungen und auch eine liebevolle Schmuseeinheit.

Dalmatiner

Seine frühere Funktion als Wachhund von Kutschen und Viehherden hat diese Rasse sehr geprägt. Aus dieser Zeit ist ihnen ihr ausgeprägte Selbstbewusstsein erhalten geblieben. Das kann zu Fehleinschätzungen in der Stellung seitens des Hundes gegenüber anderen Tieren als auch Menschen führen. Aus diesem Grund ist es wichtig von Anfang an die Rangordnung klar zu stellen. Unsicherheiten merken diese Hund sofort und machen ihre eigene Regeln.

Haltung und Erziehung des Dalmatiners

Wie schon erwähnt, handelt es sich um eine sehr agile Hunderasse. Die tägliche Auslastung ist deshalb unverzichtbar, um diesen Hunden ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dabei sind Dalmatiner aufgrund ihre Intelligenz sehr anpassungsfähig. Von langen bis intensiven Spaziergängen und Spieleinheiten bis hin zu Hundesport sind sie bei allen Aktivitäten dabei. Durch gutes Training kann man ihnen beibringen am Fahrrad oder Pferd mit zulaufen. Eine Ausbildung zum Rettungshund ist eine gute Möglichkeit das Potenzial des Dalmatiners auszuschöpfen.

Dalmatiner

Geeignete Sportarten für den Dalmatiner

  • Agility
  • Apportieren
  • Fahrradfahren / Reitbegleithund
  • DogDancing
  • Obiedience

Typische Krankheiten des Dalmatiners

Wie bei anderen Rassen treten leider auch beim Dalmatiner rassetypische Krankheiten auf.
Dazu gehören:

  • Taubheit
  • Harnsteine
  • Dalmatiner- Bronze- Syndrom
  • Verstärkter Milbenbefall aufgrund einer Immunschwäche

Man geht davon aus, dass etwa 4% der Dalmatiner Welpen taub auf die Welt kommen. Deshalb ist es wichtig, dass man sie als Welpen schon einem audiovisuellen Test unterzieht, um die Taubheit auszuschließen. Einer verantwortungsbewusster Züchter wird so einen Test durchführen. Taube Hunde sind für die weitere Zucht nicht zugelassen.

Des Weiteren leiden sie oftmals an einem veränderten Purinstoffwechsel, der zu einem gestörten Harnsäuretransport führt. Das hat zur Folge, dass Purine, die über das Futter aufgenommen werden der Organismus nicht abbauen kann, sondern daraus Harnsäure entsteht. Aus diesem Grund sollte das Futter nicht zu viel Purin enthalten, da sonst der Harnsäuregehalt im Harn ansteigt. Ist der Säuregehalt zu groß, kristallisiert der Harn und führt zu Harnsteinen. Diese lagern sich in Nierenbecken, Harnleiter, Blase und Harnröhre ab und führen zu starken Schmerzen beim Wasserlassen sowie Nierenkoliken. Eine purinarmes Hundefutter kann dem entgegenwirken.

Unter dem Dalmatiner- Bronze- Syndrom versteht man unterschiedliche allergische Krankheiten, die zwar nicht nur beim Dalmatiner auftreten, aber bei ihnen erstmalig vorgekommen sind. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer typischen Bläschenbildung und Verschorfung der Haut, die durch allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Die typische Verfärbung des Fell, die vor allem den Kopf und den Rücken betrifft, ist Namensgeber für diese Krankheit. Beim Fortschreiten der Krankheit leidet der Hund unter Haarausfall und Hautinfektionen. Auch hier kann man mit entsprechender Ernährung entgegenwirken.

Eine weitere Krankheit, die beim Dalmatiner auftreten kann, ist ein verstärkter Milbenbefall aufgrund einer Immunschwäche. Gründe für eine Immunschwäche können Stress oder Infektionen sein. Die Ausbreitung von Milben werden ansonsten durch das Immunsystem unterbrochen. Durch das geschwächte Immunsystem können sie sich ungehindert ausbreiten. Zuerst bemerkt man ein vermehrtes Kratzen und Beißen an den betroffenen Stellen. Dies führt meist auch zu Fellverlust und Hautentzündungen. Bei entsprechenden Zugaben über das Futter kann das Immunsystem unterstützt werden.

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