Englische Bulldogge

Bulldogge
Bulldogge
Bulldogge

Steckbrief
Größe: 31-40 cm
Gewicht: 22-25 kg
FCI-Gruppe: 2: Pinscher und Schnauzer – Molosser – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion: 2.1: Molossoide, doggenartige Hunde
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Kitz, Rot, Rot-Weiß, Kitz-Weiß, Grau-Brindle, Brindle-Weiß, Schwarz, Schwarz-Tan
Lebenserwartung: 8-12 Jahre
Geeignet als: Begleit- und Familienhund
Sportarten: Agility, Trickdogging
Charakter: Freundlich, Gelehrig, Eigenwillig, Gesellig
Auslaufbedürfnisse: mittel
Sabber-Potential hoch
Stärke des Haarens mittel
Pflegeaufwand:  gering
Fellstruktur: fein, kurz, dicht und glatt
Kinderfreundlich:  eher ja
Familienhund:  ja
Sozial: eher nein

Die Englische Bulldogge im Portrait

Die Englische Bulldogge ist, wie der Name verrät, eine britische Hunderasse. Die FCI hat die Rasse anerkannt und ordnet sie zur Gruppe 2; Sektion 2.1. „Doggenartige Hunde“ zu. Die Hunde erreichen eine Größe bis zu 40 Zentimetern und haben ein Gewicht zwischen 23 und 25 Kilogramm. Eine Hündin ist im Vergleich zierlicher und leichter gebaut. Die Lebenserwartung der Hunde ist niedrig; sie liegt bei bis zu zehn Jahren. Das Fell der Bulldoggen ist kurz, dicht und glatt. Es gibt viele im Rassestandard zugelassenen Farbvarianten, wobei schwarz unerwünscht ist. Typische Farben sind rehbraun, falb, rot in allen Schattierungen und weiß. Außerdem kann das Fell gescheckt oder gestromt sein.

Englische Bulldoggen am Strand

Der Kopf dominiert das Erscheinungsbild der Tiere. Im Vergleich zum restlichen Körper ist er mit dem kurzen Fang groß und massiv. Auffallend ist ebenfalls die breite Brust und die Hautfalten, die sich über das Gesicht und den gesamten Körper verteilen.

In den vergangenen Jahren erlangte die English Bulldog mehr Beliebtheit und ist mit ihrem freundlichen, gemütlichen Wesen ein Begleit- und Familienhund. Der Rasse wird ein grimmiger Gesichtsausdruck nachgesagt, woraufhin sie fälschlicherweise für Kampfhunde gehalten werden. Das ist aber ein Irrtum und die Hunde werden nie grundlos aggressiv. Die Englische Bulldogge hat nah verwandte Rassen. Die Olde English Bulldog und die Continental Bulldog sind von der FCI nicht anerkannte Rassen und sind weniger untersetzt gebaut. Sie haben einen deutlichen Stop, der Kopf ist wohl proportioniert zum restlichen Körper und sie sind agiler.

Herkunft und Geschichte der Hunderasse

Laut einer Theorie gehen die Bulldoggen auf Molosser zurück, die mit britischen Doggenartigen Hunden gekreuzt wurden. Die Hunde werden bereits im 13. Jahrhundert erwähnt, wobei sie damals „bonddog“ und „bolddog“ genannt wurden. Erst im 17. Jahrhundert wurden diese Bullenbeißer „English Bulldog“ genannt, dessen Zucht sich auf den Mut, die Aggressivität und äußerlich auf den kurzen Fang konzentrierte. Die Hunde verbissen sich selbst schwer verletzt noch in den Stier und hetzten ihn bis der Metzger das Tier schlachten konnte. Die Englische Bulldogge war bekannt für ihre Unerschrockenheit und Entschlossenheit.

Später wurden die Tiere bei Hundekämpfen eingesetzt. Allerdings wurden die Kämpfe im 19. Jahrhundert verboten, sodass die Rasse nahezu ausstarb. 1864 gründeten Bulldoggen-Züchter „The Bulldog Club“, der der erste Rassehunde-Club weltweit war. Auch wenn er nach kurzer Zeit wieder aufgelöst wurde, entwarf er den ersten Rassestandard für Bulldoggen. Später entstand 1875 der „Bulldog Club Incorporated“, der die Zucht eines Kampfhundes zu einem verträglichen Familienhund veränderte.

Seit 2009 konzentriert sich die Zucht der Englischen Bulldogge auf die Gesundheit der Hunde. Die extrem gezüchteten Merkmale der Rasse sollen nicht mehr länger das Wohlergehen einschränken. Deswegen sollen die Köpfe kleiner werden und die kurze Nase länger werden.

Charakter und Wesen der Englischen Bulldogge

Die Hunde zeichnen sich durch einen friedlichen, freundlichen und ausgeglichenen Charakter aus. Sie sind mit Artgenossen gut verträglich und zeigen sich gegenüber ihren Besitzern als loyal und verschmust. Allerdings ist zu beachten, dass der Hund eigenständig und eigensinnig ist. Da gestaltet sich eine Erziehung schwieriger, woraufhin die Rasse bedingt für Anfänger geeignet sind.Englische Bulldogge als Welpe

Gesundheit der Englischen Bulldoggen

Da die English Bulldog zu den brachycephalen Hunderassen gehören, sind sie für Krankheiten anfälliger. Bei Züchtern, die keine Rücksicht auf die Gesundheit nehmen, leiden Welpen bereits an Fehlbildungen. Sie können schlecht atmen und haben ein erhöhtes Risiko eines Hitzschlags. Da die Hunde bequem sind, steigt das Risiko für Übergewicht. Wenn dein Hund übergewichtig ist, kommen Krankheiten wie Arthrose oder Diabetes hinzu. Es ist wichtig, dass diese Rassen nicht überfüttert werden, damit das Krankheitsrisiko gesenkt wird.

Das richtige Futter für eine Englische Bulldogge

Damit dein Welpe nicht falsch versorgt wird, ist die Wahl des passenden Hundefutters besonders wichtig. Da die Rasse nicht sehr aktiv ist, sollte das Futter hochwertige Proteine enthalten. Zu viele Kohlenhydrate und Fett in der Ernährung führen schnell zu Übergewicht und anderen Krankheiten. Welche Art du beim Hundefutter wählst, ist zweitrangig – lass dir von einem erfahrenen Züchter oder im Fachhandel hilfreiche Tipps geben. Wenn du Hundefutter im Internet bestellt, sind Futterratgeber hilfreich!

Nicola

Nicola

In meiner Freizeit fotografiere ich Hunde für mein Leben gern. Meistens geraten mir die edogs Bürohunde vor die Linse.
Nicola

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