Jack Russell Terrier

Jack Russell Terrier
Jack Russell Terrier
Jack Russell Terrier
Jack Russell Terrier
Jack Russell Terrier
Jack Russell Terrier
Steckbrief
Größe: 28-30 cm
Gewicht: 05.08.2017 kg
FCI-Gruppe: 3: Terrier
Sektion: 2: Niederläufige Terrier
Herkunftsland: Großbritannien
Farben: Schwarz-Weiß, Weiß-Hellbraun
Lebenserwartung: 13-16 Jahre
Geeignet als: Begleit-, Familien-, Sport- (Jagd-)Hund
Sportarten: Agility, Dog Diving
Charakter: Vokal, Stur, Intelligent, Sportlich, Energiegeladen, Furchtlos
Auslaufbedürfnisse: hoch
Sabber-Potential: gering
Stärke des Haarens: mittel
Pflegeaufwand: mittel
Fellstruktur: glatt, rauh, stichelhaarig und wetterfest
Kinderfreundlich: eher ja
Familienhund: ja
Sozial: ja

Der Jack Russell Terrier im Portrait

Der Jack Russell Terrier ist eine beliebteste Hunderasse, deren Ursprung in Großbritannien liegt und die die Fédération Cynologique Internationale in die FCI-Gruppe 3,Sektion 2 einordnet. Der Jack Russell ist typischerweise niederläufig und erreicht eine Größe von 25 bis 30 Zentimetern. Das Gewicht der Rasse liegt bei fünf bis sechs Kilogramm, wobei kleine Hunde immer leichter sein sollten. Die Lebenserwartung der Terrier liegt bei 13 bis 16 Jahren und sie sind als eine intelligente sowie aktive Rasse bekannt. Grundsätzlich ist der Jack Russell ein Arbeits- und Jagdterrier, allerdings ist ein bei passender Erziehung und Haltung auch als Familienhund geeignet.

Das Fell ist überwiegend weiß mit unterschiedlichen Abzeichen in schwarz oder lohfarben. Die Kombinationen aus diesen Farben sind vielfältig und die braunen Flecken sind in allen Abstufungen zulässig. Das Haarkleid der Hunde ist glatt-, rauh- oder stichelhaarig und bedarf keiner Form von Veränderung. Im Allgemeinen ist der Hund länger als hoch und die v-förmigen Ohren sind herunter geklappt. Die Rute trägt der Terrier in Ruhe nach unten, allerdings soll sie in der Bewegung aufrecht getragen werden. Laut FCI-Standard hat der Jack Russell Terrier einen rechteckigen Körperbau und der Kopf ist eher flach und etwas breit. Die Augen haben schwarze Lidränder und üblicherweise hat der Terrier einen schwarzen Nasenschwamm. Die Lende und Hinterläufe sind gut bemuskelt und kräftig.

Neben dem kleineren Jack Russel Terrier gibt es ebenfalls eine hochläufige Hunderasse, der Parson Russell Terrier. Er ähnelt dem Jack Russell nicht nur im Aussehen, sonder auch der Charakter der beiden Hunde ist sehr ähnlich.

Herkunft und Geschichte des Jack Russell Terriers

Jack Russell TerrierDie Rasse des Jack Russell Terriers entstand im 19. Jahrhundert in Großbritannien und wurde von dem Pfarrer John Russell, der den Rufnamen Jack hatte, begründet. Er war passionierter Jäger und hielt ein Meute Fox Hounds, aus denen er Fox Terrier züchtete. Im Jahre 1819 kaufte er eine Terrierhündin, die heute als Stammmutter der Terrierrasse gilt. Damals waren die Hunde allerdings etwas größer und gelten eher als die Vorfahren der Parson Russell Terrier. Mitte des 19. Jahrhundert wurden diese Terrier nach Australien importiert, da sie den dort angesiedelten Rotfuchs jagen sollten. Jedoch lebten die Füchse in Kaninchenbauten und die Jagdhunde waren schlichtweg zu groß. So veränderte man in Australien die Hunderasse, sodass sie kleiner wurden und trotzdem hervorragende Jäger waren.
In den 70-er Jahren wurde der Jack Russell Terrier Club of Australia gegründet, der sich für die Anerkennung der kleiner Hunderasse einsetzte. Erst 2000 wurde der Jack Russell Terrier von der FCI als eigenständige Rasse anerkannt, da durch Isolation der Rasse in Australien eine starke Inzucht vorherrschte.

Charakter und Wesen der Jack Russell Terrier

Der kleine Hund ist bekannt für sein lebensfrohes, agiles und aktives Wesen. Er ist in erster Linie ein Arbeitshund, der auch mit seinem kompakten Gebäude vielseitig einsetzbar ist. Typische Charaktereigenschaften der Hunderasse sind:

  • intelligent
  • agil und sportlich
  • selbstbewusst
  • temperamentvoll
  • eigenständig

Der Terrier zeigt sich in der Regel, sowohl gegenüber Menschen als auch anderen Hunde, selbstbewusst und kühn. Aufgrund ihrer Historie und der starken Prägung durch jagdliche Charakterzüge hat der Jack Russell viel Temperament und zeigt sich motiviert sowie sehr wissbegierig. Die Haltung eines Jack Russell Terriers erfordert deswegen genügend Beschäftigung und eine konsequente Erziehung. Andernfalls trifft der Hund eigene Entscheidung und sucht sich selbst Beschäftigung, die meistens unerwünscht ist. Wer sich einen Jack Russell Welpen kaufen möchte, sollte bei der Wahl des Züchters darauf achten, ob die Zucht jagdlich geprägt ist.

Die richtige Ernährung für einen Jack Russell Terrier

Das Herrchen eines Jack Russells sollte darauf achten, dass er die Fütterung an die Bedürfnisse des Hundes anpasst. Je nach Alter, Ernährungszustand, Aktivität und Allergien verändert sich der Nährstoffbedarf des Hundes. Seriöse Züchter geben den Besitzern eines Welpen wichtige Tipps, was bei der Ernährung zu beachten ist. Wenn dein Jack Russell Terrier Welpe eine Allergie entwickelt, berate dich am besten mit deinem Tierarzt. Grundsätzlich sollte bei der Fütterung Wert auf eine hohe Qualität des Futters gelegt werden. Ganz gleich, ob Trocken- oder Nassfutter gefüttert wird, sollte es einen hohen Proteingehalt haben und nur wenige Kohlenhydrate enthalten.

Rassetypische Krankheiten und die Gesundheit desTerriers

Auch bei den Jagdterrier treten einige Krankheiten gehäuft auf.  Allerdings ist der Hund an sich eine robuste und langlebige Rasse, die nicht so empfindlich ist wie andere kleine Hunderassen.
Zu den typischen Krankheiten eines Jack Russell Terriers gehören:

  • Allergien/Atopien
  • Lee-Calvé-Perthes-Krankheit
  • Ataxie und Myolepathie der Terrier

Immer wieder leiden die kleinen Jagdhunde an Atopien, oder besser bekannt als Allergien. So reagieren erkrankte Russell Terrier auf sonst harmlose Stoffe überempfindlich. Solche Überreaktionen zeigen sich in Darmentzündungen, Durchfall oder Erbrechen, Ausschlägen oder Atemproblemen. Falls dein Jack Russell solche Symptome zeigt, suchst du schnellstmöglich einen Tierarzt, der die Anzeichen lindert und einen Allergietest durchführen kann.

Jack Russell Terrier WelpeWeiterhin tritt bei der Rasse die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit, ähnlich wie bei einem Yorkshire Terrier und anderen kleinen Hunden, häufiger auf. Dabei handelt es sich um eine avaskuläre Nekrose des Oberschenkelkopfes, die ein Tierarzt im Welpen- oder Junghundealter diagnostizieren kann. Hierbei zersetzt sich das Knochen- und Knorpelgewebe, woraufhin Arthrosen entstehen und der Hund an starken Schmerzen leidet. Die Ursache dafür sind neben einer erblichen Veranlagung falsche Bewegung und Ernährung in den ersten Monaten des Welpens.

Ebenso besteht bei den Hunden ein erhöhtes Risiko vor, dass sie an der Ataxie und Myelopathie der Terrier erkranken. Hier kommt es in den ersten Lebensmonaten zu Störungen im Bewegungsablauf und der Hund entwickelt eine zunehmender Taubheit. Allerdings tritt diese Erbkrankheit äußerst selten auf.

Haltungsempfehlungen für einen Jack Russell Terrier

Die kleinen Jagdhunde mit dem weißen Fell sind insbesondere für aktive Menschen geeignet und benötigen ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Wenn der Welpe nicht zur Jagd gezüchtet wurde, freut er sich trotzdem über lange Spaziergänge, Spieleinheiten, bei denen er seinem Jagdtrieb nachgehen kann und Intelligenzspielen. Die Erziehung sollte bereits im Welpenalter beginnen, damit der junge Hund von Beginn an Regeln und Strukturen kennenlernt. Wenn der Hund seinen Halter nicht zur Jagd begleitet, erfreut er sich an Aktivitäten wie Agility oder anderen Hundesport. Auch wenn der Terrier klein ist, eignet er sich als Begleithund am Pferd, insofern er und das Pferd sich gut kennen. Gegenüber Kindern zeigt sich ein Jack Russell Terrier als toller Partner, mit dem sie spielen und toben können und ist ein passender Familienhund. Allerdings müssen die Kinder dem Tier ausreichend Freiraum bieten, dass er sich zurückziehen kann.