Hund auf einer Wiese

Die einen finden es vollkommen verständlich, dass sie einen Jahresbeitrag für ihre Hund an die Gemeinde zahlen. Und wieder andere eben nicht. Wer sich einen Hund kaufen möchte und ihm ein neues Zuhause geben will, muss sich in jedem Fall mit dem Thema „Hundesteuer“ auseinandersetzen. Was du alles wissen musst, erfährst du im edogs Magazin!

Warum müssen Hundebesitzer eine Hundesteuer bezahlen?

Die Hundesteuer ist in Deutschland im Grundgesetz verankert und zählt zu den Gemeindesteuern. Da die Hundehalter direkt für ihren Hund die Steuern bezahlen müssen, ist sie eine direkte Steuer. Viele Hundebesitzer fragen sich, warum sie den Jahresbeitrag an ihre Gemeinde zahlen müssen und wofür das eingenommene Geld eingesetzt wird. Tatsächlich ist es jeder Stadt und Gemeinde selbst überlassen, wie die Hundesteuer eingesetzt wird. Das Geld muss keinesfalls für Hundewiesen oder die Beseitigung tierischer Hinterlassenschaften genutzt werden! Sie dürfen die Hundesteuer zur Ausbesserung von Straßen, für neue Bildungseinrichtungen oder ähnliches verwenden.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Die Hundesteuer muss nicht nur an die Gemeinden gezahlt werden – sie legen auch die Höhe der Hundesteuer fest. Deswegen kann der Steuersatz in den Regionen stark variieren und es gibt nur wenige Städte in Deutschland, die keine Hundesteuer erheben. Dazu gehören beispielsweise Eschborn und Windorf. So „belohnen“ manche Städte die Menschen, die einen Hund aus dem Tierheim oder aus dem Tierschutz übernehmen: Sie müssen für einen gewissen Zeitraum überhaupt keine Steuern bezahlen. Außerdem haben viele Kommunen erhöhte Abgaben für die Halter von Kampf- oder Listenhunden eingeführt. Dadurch soll die Haltung diese Hunderassen eingedämmt werden.

Die jährlich zu zahlende Steuer beginnt bereits bei rund 15 Euro. Die höchsten Steuersätze müssen Hundebesitzer in Köln zahlen, sie überweisen für den ersten Hund zwei Mal im Jahr über 150 Euro an die Stadt. Hundehalter von sogenannten Kategoriehunden müssen keinen extra Betrag zahlen, allerdings haben sie die Pflicht bei der Anmeldung des Hundes auf die mutmaßliche Gefahr hinzuweisen. Anderorts müssen die Besitzer von Listenhunden einen deutlich höheren Betrag zahlen und nachweisen, dass sie in der Lage sind, das Tier zu führen. Dazu gehört beispielsweise ein Sachkundenachweis oder ein Wesenstest für den Vierbeiner. Wenn du mehr als einen Hund besitzt, vervielfacht sich auch oft der zu zahlende Steuerbetrag. Damit möchten die Gemeinden einer übermäßigen Hundehaltung Einhalt bieten.

Wenn du dir einen Hund anschaffen möchtest, solltest du dich bei deiner Gemeinde informieren, welche Anforderungen sie stellt. Auf dem Internetauftritt oder telefonisch kannst du den genauen Betrag für die Steuer anfragen.

Muss mein Hund seine Hundemarke immer tragen?

Wer brav seine Hundesteuer bezahlt, bekommt von der Verwaltung eine Hundemarke ausgehändigt. Damit wird für alle Personen sichtbar, dass dein Hund angemeldet ist und in welche Gemeinde ihr wohnt. Es bringt nichts, wenn du die Hundemarke in deiner Geldbörse liegen hast oder sie an deinem Schlüsselbund befestigt ist. Am besten befestigst du die Hundesteuermarke an dem Halsband oder Geschirr deines Hundes. Selbst wenn er vermisst wird, können die Finder ihn bei der jeweiligen Gemeinde als Fundtier melden!

edogs

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