Krallen schneiden – so geht’s richtig

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Jeder Hundebesitzer kennt es: Die Krallen seines Vierbeiners müssen von Zeit zu Zeit geschnitten werden. Was man beim Hundekrallen schneiden beachten sollte, liest du hier! 

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Warum ist es so wichtig?

Sind die Krallen zu lang, kann dies extreme Schmerzen beim Hund verursachen. Neben Verspannungen durch Fehlhaltungen können im schlimmsten Fall sogar Haltungsschäden entstehen. Oftmals wird dies zunächst durch Lahmheit sichtbar. Somit ist das Krallen schneiden beim Hund von großer Bedeutung

Läuft der Vierbeiner viel auf weichem Untergrund, wie zum Beispiel Waldboden, dann ist ein regelmäßiges Schneiden notwendig. Auf hartem Untergrund hingegen, wie beispielsweise Asphalt, nutzen sich die Krallen größtenteils von selbst ab. 

Wann ist der beste Zeitpunkt? 

Grundsätzlich empfiehlt es sich die Krallen in einem drei Wochen Rhythmus zu kürzen. Es sollte also zum festen Pflegeritual werden. So kann vermieden werden, dass das Innere der Kralle, nämlich der durchblutete Bereich, mitwächst. Die optimale Krallenlänge ist erreicht, wenn sie fast den Boden berühren. 

Wann sind die Krallen zu lang? 

Du hast die Krallen deines Hundes schon lange nicht mehr gekürzt? Sind sie nun zu lang? Diese Merkmale zeigen dir, wenn dies der Fall ist: 

  • Du hörst die Krallen auf dem Boden tippen, wenn dein Hund läuft 
  • Du kannst kein Blatt Papier unter die Krallen schieben 
  • Die Kralle ist länger als der Ballen der Pfote

In diesen Fällen solltest du schnell handeln, um deinem Hund Schmerzen zu ersparen. Doch Vorsicht: Blutgefäße und Nerven sind wahrscheinlich mitgewachsen. Nun brauchst du Geduld. 

Am besten werden die Krallen wöchentlich um nur weniger Millimeter geschnitten. So kann sich das Innere zurückbilden und die Verletzungsgefahr wird verringert.  

So geht’s richtig! 

Zunächst sollte man wissen, wie eine Hundekralle aufgebaut ist. Im Inneren befinden sich Nerven und Blutgefäße, umgeben sind diese dann von Hornmaterial. Beim Krallenschneiden beim Hund wird immer nur das Hornmaterial geschnitten

Schneidet man versehentlich in die Blutgefäße, blutet die verletzte Kralle meist stark. Das Innere der Kralle wächst mit und bildet sich aber auch beim regelmäßigen Schneiden wieder zurück. 

Diese Dinge brauchst du: 

  • eine ruhige Hand 
  • einen entspannten Hund, der dir vertraut
  • eine Taschenlampe
  • eine scharfe Krallenschere
  • eine Krallenfeile

Schritt 1: Dein Hund setzt sich hin oder legt sich auf die Seite.

Schritt 2: Du sorgst für eine gute Lichtversorgung, beispielsweise durch eine Kopftaschenlampe, damit du auf die Krallen leuchten kannst. So kannst du feststelle, wie weit du schneiden darfst.

Schritt 3: Du nimmst die Pfote in die eine Hand. In die andere Hand nimmst du die scharfe Krallenschere.

Schritt 4: Nun schneidest du schrittweise immer einen Millimeter vom Hornmaterial ab. Achte darauf, das Horn nicht ab zu quetschen. 

Schritt 5: Im Nachgang kannst du die Kralle nachfeilen. Achtung: Immer nur in eine Richtung feilen, damit Einrisse vorgebeugt werden.

 

Helle Krallen sind besser zu schneiden, da sie besser durchleuchtet werden können. Dunkle Krallen sind schwieriger zu bearbeiten.

Als Alternative zur Krallenschere kann auch ein Krallen-Schleifgerät verwendet werden. Manche Hunde empfinden dies als angenehmer. Damit die Pfoten im Allgemeinen immer gut gepflegt sind, empfiehlt sich ein DIY-Pfotenbalsam

Hast du noch keine Erfahrungen, kannst du dir das “Nägel schneiden” auch von einem Tierarzt oder einem Hundesalon zeigen lassen. 

Hier findest du ein Video zu diesem Thema: 

Mist – zu tief geschnitten! Was nun? 

Dein Hund blutet an der Pfote? Das ist natürlich nicht gut, aber zunächst kein Grund zur großen Sorge. Versuche die Blutung zunächst mit einem sauberen Tuch zu stillen, indem du auf die Kralle drückst. 

Lässt sich die Blutung nicht stillen, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Wichtig ist, dass keine Erreger in die Wunde gelangen und somit Infektionen begünstigt werden können. 

 

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