Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Dein Hund wirkt plötzlich abgeschlagen und lustlos, hat beim Spielen keine Kondition mehr und auch sonst fällt dir das ein oder andere zusätzliche Kilo bei deinem Vierbeiner auf? Dann könnte dein Hund an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden. Welche Therapien es gibt und wie du eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund überhaupt erkennst, erfährst du jetzt im edogs Magazin!

Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund

Die Schülddrüse ist ein wichtiges hormonbildendes Organ für deinen Vierbeiner und liegt links und rechts an der Luftröhre. Dabei nimmt sie Einfluss auf den Stoffwechsel deines Hundes und auf die Zellfunktionen im Hundekörper. Eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund wird im Fachjargon auch „Hypothyreose“ genannt.

Die Ursache der Erkrankung ist in den meisten Fälle eine chronische Entzündung des Organs. Allerdings verläuft diese meistens symptomlos. Die entzündlichen Vorgänge lassen die Schilddrüse schrumpfen, was eine Unterfunktion zur Folge hat. Außerdem können Autoimmunreaktionen oder Antikörper, die das eigene Schilddrüsengewebe angreifen, die Erkrankung auslösen. Dann handelt es sich um eine „echte“ Schilddrüsenunterfunktion beim Hund, da die Schäden meist nicht rückgängig zu machen sind und dein Tier lebenslang behandelt werden muss.

Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer „unechten“ Schilddrüsenunterfunktion beim Hund um ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Das kann oft durch geeignete Medikamente wieder vollständig stabilisiert werden. Ein typischer Auslöser ist in einem solchen Fall meist, dass dein Hund einen Jodmangel hat.

Darüber hinaus können Tumore am Organ eine fehlerhafte Produktion von Hormonen auslösen, wobei dies eher selten auftritt.

Leidet mein Hund an einer Schilddrüsenunterfunktion?

Aber wie erkenne ich eine Schilddrüsenunterfunktion beim Hund? Wir haben Dir die häufigsten Symptome zusammen gestellt:

  • Gewichtszunahme
  • Kälteintoleranz
  • Müdigkeit, Bewegungsunlust, Konditionsmangel
  • Hautveränderungen, Fellprobleme (stumpfes Fell, Schuppen)
  • Juckreiz
  • Veränderung am Auge (Fetteinlagerungen, Hornhautgeschwüre)
  • selten: Veränderung Fortpflanzung- und Nervensystem

Wie kann ich meinem Hund helfen?

Es ist wichtig, dass du einen Tierarzt aufsuchst, der eine korrekte Diagnose stellt. Solltest Du also den Verdacht haben, dein Liebling könne an einer Schilddrüsenunterfunktion leiden, empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt. Er ermittelt durch einen Bluttest schnell die Schilddrüsenwerte deiner Fellnase. Häufig leiden ältere Hunde an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Im Allgemeinen haben mittelgroße und große Rassen ein höheres Risiko, an einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund zu erkranken. Tierärzte empfehlen deswegen eine besondere Vorsorge bei Rassen, wie Boxer, Dobermann, Golden Retriever, Labrador Retriever oder auch Beagle. Hast Du einen Dackel? Auch diese Rasse kann an einer Schilddrüsenunterfunktion beim Hund erkranken.

Um deinem Vierbeiner neue Lebensqualität zu schenken, solltest du dir mit deinem Tierarzt eine geeignete Therapieform überlegen. Durch Tabletten wird der Schilddrüsenhormonhaushalt wieder stabilisiert. Eine Verbesserung der Symptome stellt sich allerdings meist erst nach einigen Wochen ein. Allerdings wird dein Hund in der Regel bereits nach ca. zwei Wochen wieder munterer und wirkt nicht mehr so erschöpft.

Die Dosis der Tabletten sollte in regelmäßigen Abständen von Deinem Tierarzt überprüft werden. Somit garantierst du deinem Hund die bestmögliche Behandlung. Außerdem solltest du die Ernährung deiner Fellnase überprüfen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion eignet sich am besten ein Hundefutter mit einem hohen Jodgehalt, um die Therapie zu unterstützen.

edogs wünscht Dir und Deinem Hund stets gute Gesundheit!