Pankreatitis beim Hund

Pankreatitis beim Hund ist ein ziemlich schwieriges Wort, oder? Gemeint ist damit, dass sich die Bauchspeicheldrüse Deines Vierbeiner entzündet hat. Welche Arten es von dieser Erkrankung gibt, wie Du sie erkennst und welche Formen der Behandlung es gibt, kannst Du jetzt im edogs Magazin nachlesen!

Formen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund

Die Bauchspeicheldrüse, bzw. die Pankreas, ist im vorderen Bauch des Hundes gelagert. Sie ist ein wichtiges Organ für Deine Fellnase, denn sie produziert, speichert und gibt wichtige Verdauungsenzyme frei. Schutzmechanismen im Organ verhindern, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdaut. Ist dieser Schutz gestört, kann es zu einer Pankreatitis beim Hund kommen. Folglich kommt es zur Störungen der Magen-Darm-Vorgänge, was schwere Auswirkungen auf die Gesundheit Deines Vierbeiner hat.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund kann „mild“ und „schwer“ verlaufen. Bei der „milden“, bzw. der chronischen Form der Erkrankung, treten lokalere Störungen auf. Von dieser Form der Erkrankung sind häufig Hunderassen, wie Deutscher Schäferhund, Collie oder Dobermann.

Leidet Dein Hund an einer „schweren“, bzw. akuten Form einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, befindet sich Dein Vierbeiner in einem lebensbedrohlichem Zustand. Hier treten starke Veränderungen am Organ selbst und in der umliegenden Umgebung auf. Ältere Hunde und Rassen wie Zwergschnauzer, Yorkshire Terrier oder auch Briard haben ein erhöhtes Risiko, an einer solchen Form zu erkranken.

Wie kommt eine Pankreatitis beim Hund zustande?

Pankreatitis beim Hund

Es gibt keine bewiesenen Ursachen für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund. Daher wird diese Erkrankung im Fachjargon auch „idiopathische Pankreatitis“ genannt. Allerdings gibt es einige Risikofaktoren, die ein Auslösen der Krankheit begünstigen:

  • Fettreiche Mahlzeiten
  • Unfälle
  • Durchblutungsstörungen während Narkose
  • Schock
  • falsche Medikamente
  • Infektionen wie Babesiose oder Leidhmaniose

Symptome einer Bauchspeichseldrüsenentzündung beim Hund

Aber wie bemerke ich nun, ob mein Hund an einer Pankreatitis leidet? Die „milde“ Form verläuft meist unspezifisch. Dies bedeutet, dass der Hund eher ruhig ist und eine auffällige Appetitlosigkeit zeigt.

Bei einer „schweren“ Form der Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund kommen typischere Symptome zum Vorschein:

  • Erbrechen
  • Schwäche
  • Bauchschmerzen
  • Austrocknung durch geringe Wasseraufnahme und Erbrechen
  • Durchfall
  • Fieber

Hunde versuchen mit der „Gebetsstellung“ Schmerzen im vorderen Bauch zu lindern. Dabei legen sie ihren Oberkörper meist auf den Boden auf, während die Hinterläufe aufrecht stehen bleiben. Anders als beim „Strecken“ verweilt der Hund allerdings in dieser Position.

Diagnose und Therapiemöglichkeiten

Sobald Du den Verdacht hast, Dein Hund könne an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung leiden, solltest Du Kontakt zu Deinem Tierarzt aufnehmen. Dieser wird für eine endgültige Diagnose eine klinische Untersuchung vornehmen. Dabei wird er Kot- und Bluttests machen, eine Ultraschalluntersuchung und ggf. Röntgenbilder anfertigen, um auszuschließen, dass andere Organe, wie Herz oder Lunge, ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden sind. in seltenen Fällen wird deine Gewebeprobe der Bauchspeicheldrüse entnommen und untersucht.

Hat sich die Bauchspeicheldrüse Deines Hundes tatsächlich entzündet, so sollte schnellstmöglich eine passende Behandlung von Deinem Tierarzt ausarbeitet werden. Denn sollte Dein Vierbeiner unter einer akuten Pankreatitis leiden, so befindet er sich in einem lebensbedrohlichem Zustand. Aber auch eine chronische, bzw. „milde“ Bauchspeicheldrüsenentzündung kann sich zu einer schweren Form entwickeln und sollte daher unbedingt im Anfangsstadium gestoppt werden.

In der Regel wird eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund durch Tabletten behandelt. Zusätzlich gilt es, die Symptome zu bekämpfen. Wir haben Dir die wichtigsten Tipps aufgelistet, um Deinem Hund neue Lebensfreude zu schenken:

  • Flüssigkeitstherapie, um Elektrolytstörungen auszugleichen
  • Erbrechen behandeln, danach erneute Wasser- und Futterzugabe
  • Futterumstellung: kohlenhydratreiche, fett- und proteinarme Diät in kleinen Mengen
  • Regelmäßige Kontrolle der Blutwerte und Ultraschalluntersuchungen durch den Tierarzt
  • Ggf. Erkrankung anderer Organe mitbehandeln

Wie kann ich eine Pankreatitis beim Hund vorbeugen?

Dein Hund ist bereits etwas älter oder gehört einer der Risiko-Hunderassen an? Dann solltest Du in regelmäßigen Abständen Deinen Tierarzt aufsuchen und Deinen Liebling untersuchen lassen. Da es keinen erforschten Grund für die Erkrankung gibt, gibt es leider auch keine genaue Vorbeue-Möglichkeit. Allerdings solltest Du darauf achten, fette Mahlzeiten, deftiges Futter oder bestimmte Medikamente, die Durchblutungsstörungen hervorrufen können, zu vermeiden. Um letztes Risiko während der Vollnarkose zu umgehen, sollte im Ernstfall stets auf eine Infusion wert gelegt werden.

edogs wünscht Dir und Deinem Hund stets gute Gesundheit!