Tumore beim Hund Golden Retriever

Zu den häufigsten Krankheiten bei Hunden zählen auch die verschiedenen Formen von Tumoren. Wie kannst du gutartige und bösartige Tumore beim Hund unterscheiden? Wann wird aus einem Tumor Krebs? Welche Chancen hat dein Vierbeiner, nachdem ihr die Diagnose erhalten hat? Hier findest du die wichtigsten Antworten zu Tumoren bei Hunden.

Lipom, Lymphom oder Karzinom? Auf die Art des Tumors kommt es an

Tierärzte unterscheiden immer zwischen bösartigen und gutartigen Umfangsvermehrungen, das die Übersetzung des Fachbegriff „Tumor“ ist. Sie können an nahezu jeder Körperstelle auftreten oder verschiedene Organe befallen. Gutartige Tumore beim Hund lassen sich in der Regel gut vom umliegenden Gewebe abtrennen. Im Gegensatz sind bösartige Formen eng mit dem restlichen Gewebe verwoben. Die Fachbegriffe der Tumorarten setzen sich nach einem bestimmten Muster zusammen. Der erste Wortteil beschreibt das ursprüngliche Gewebe, woraus die Umfangsvermehrung entstanden ist. Die Endung gibt Aufschluss, ob es sich um eine gut- oder bösartige Form handelt.

Ursprungsgewebe

  • Chondro-
  • Fibro-
  • Lipo-
  • Myelo-, Lympho-
  • Osteo-
  • Neuro-, Astro-, Glio-

Bedeutung

  • Knorpel
  • Bindegewebe
  • Fettgewebe
  • Blutbildendes Gewebe
  • Knochen
  • Nervengewebe

Umfangsvermehrungen mit der Endung „-om“ sind in der Regel gutartig, wobei es aber Ausnahmen gibt. Beispielsweise kann ein Lymphom sowohl gutartig als auch bösartig sein. Formen, die auf „-sarkom“ enden, handelt es sich um bösartige Tumore im Bindegewebe. Tumore mit der Endung „-karzinom“ sind ebenfalls bösartige Formen, die in Haut und Schleimhäuten entstehen.

An welchen Symptomen erkenne ich, dass mein Hund Krebs hat?

Wie auch bei anderen häufigen Hundekrankheiten gibt es keine Symptome, die eindeutig für eine Tumorerkrankung sprechen. Selbst wenn du eine Umfangsvermehrung am Körper deines Hundes ertasten kannst, kann kein Laie erkennen, ob es ein bösartiger oder gutartiger Tumor ist.

Bei einer gutartigen Umfangsvermehrungen gibt es in der Regel keine weiteren Symptome. Je nachdem an welcher Körperstelle sich der Tumor befindet, kann er den Bewegungsablauf einschränken. Bei bösartigen Tumoren zeigen betroffene Tiere einen schlechten Allgemeinzustand. Sie sind träge, matt und verweigern das Futter. Sobald du Veränderungen an deinem Hund bemerkst, solltest du euren Tierarzt aufsuchen. In der Regel tastet es die betroffene Stelle der Umfangsvermehrung ob und überprüft das Allgemeinbefinden deines Vierbeiners. Im nächsten Schritt nimmt der Tierarzt Blut ab, um alle relevanten Werte zu prüfen. Damit er eindeutig die Art des Tumors bestimmen kann, führt er eine Biopsie durch. Dabei entnimmt er eine winzige Gewebeprobe aus dem Tumor. Zur Überprüfung und Bestimmung wird diese Probe in einem externen Labor untersucht.

Diagnose Krebs: Was ist zu tun?

Hund Tierarzt KrebsDie Behandlung eines Tumors beim Hund richtet sich nach der Art. In den meisten Fällen steht deinem Hund eine chirurgische Entfernung des Tumor bevor. Damit sollen die kranken Ursprungszellen entfernt und das Risiko, dass der Tumor streut minimiert werden. Nachdem der Krebs chirurgisch entfernt wurde, gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Manche Tiere erhalten eine Bestrahlung oder eine Chemotherapie, die die restlichen, befallen Zellen zerstören. Auch wenn die Therapien genau so wie beim Menschen heißen, unterschieden sie sich sehr. Die Medikamente werden beim Hund deutlich niedriger dosiert, sodass die Vierbeiner nicht derart starke Nebenwirkungen haben. Trotzdem ist Behandlung besonders bei älteren Hunden sehr belastend und du solltest mit deinem Tierarzt abwägen, ob die Behandlung sinnvoll ist.

Wenn bei der Gewebeprobe ein gutartiger Tumor diagnostiziert wurde, gibt es ebenfalls unterschiedliche Verfahren. Schränkt der Tumor deinen Hund ein, sollte er in einer Operation entfernt werden. Wenn er allerdings an einer harmlosen Stelle sitzt, kann dein Vierbeiner ohne weitere Probleme damit weiterleben. Schließlich ist ein chirurgischer Eingriff jedes Mal eine starke Belastung für dein Hund! Achte außerdem darauf, dass der Tumor beim Hund regelmäßig untersucht wird, um negative Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Aussichtschancen bei Tumore beim Hund

Ob ein Hund in jedem Fall von Krebs geheilt werden kann, ist schwierig zu sagen. Es gibt unterschiedliche Faktoren, die Einfluss auf die Heilungsschancen haben. Ein junger Hund, der keine weiteren Vorerkankungen hat und eine weniger aggressive Krebsform hat, hat höhere Chancen. Allerdings werden einige Tumore häufiger bei älteren Tieren diagnostiziert. Bei diesen Hunden arbeitet der Stoffwechsel langsamer und Begleiterkrankungen, wie eine eingeschränkte Nierenfunktion erschweren die Genesung. Dein Tierarzt steht dir immer zur Seite, um die korrekte Entscheidung für deinen Vierbeiner zu finden!

edogs

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