Was ist Agility?

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Bei dieser Hundesportart geht es es wirklich rasant zu. Beim Agility bewegt sich nicht nur der Hund sondern auch das Herrchen. Außerdem ist hier Teamwork gefragt. Die Beziehung und die Kommunikation zwischen Hund und Mensch müssen perfekt aufeinander abgestimmt sein um den Parcour zu absolvieren.

Was ist Agility eigentlich?

Den Ursprung hat diese Hundesport im Hundeverrückten Großbritannien. Die Briten sind für ihre Hundeliebe bekannt. Seit den 1980 Jahren ist Agility auch in Deutschland bekannt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Mittlerweile ist Agility die weltweit beliebteste Hundesportart.

Bei Agility geht es darum, dass der Hund ohne Fehler einen Parcour mit Hindernissen absolviert. Am besten in der schnellstmöglichen Zeit. Ähnlich wie beim Springreiten. Auch hier kommt es auf die Kommunikation zwischen Hund und Herrchen an. Der Hund absolviert die Hindernisse wie sein Herrchen es ihm durch Handzeichen und Zurufe vorgibt. Je besser die Feinabstimmung im Team ist desto schneller kann der Parcour fehlerfrei gemeistert werden. Die Bandbreite der Hindernisse ist breit.

Die Hürde

Die Hürde ist eines der Basic Hindernisse-. Zwischen zwei begrenzten Pfosten ist eine Hürde konstruiert. Am oberen Abschluss muss eine Abwurfstange sein, die durch Berühung durch den Hund herunter fällt. Darunter kann man zum Beispiel noch eine Reisigfläche platzieren.

Der Reifen

Der Reifen wird mit Seilen oder Ketten in einem Gestell montiert, dass nicht starr sein darf, sollte aber eine sehr gute Standfestigkeit aufweisen.

Der Stoff Tunnel

Wie wäre es als nächste mit einem kleinen Tunnel, durch den dein Hund laufen muss? Bei dieser Übung geht es am Anfang viel um Vertrauen. Wichtig: Nie den Hund überfordern. Man sollte versuchen mit viel positiver Verstärkung arbeiten. Leckerchen helfen da natürlich. Einfach ein zwei Leckerchen in den Tunnel legen, sodass dein Hund immer ein paar Schritte weiter gehen muss um den weiteren Leckerbissen zu erreichen. Ist dein Hund das erste mal durch den Tunnel gelaufen sollte die Freude groß sein. Zur Belohnung kann nach dem erfolgreichen Absolvierens eines Hindernisses auch ein Runde mit dem Lieblingsspielzeug spielen. Somit verknüpfen die Hunde die Hindernisse mit anderen positiven Erlebnissen.

Der Slalom

Ein sehr typisches Hindernis im Agility Parcour ist der Slalom. Zu erst wirkt dieses Hund nicht so anspruchsvoll. Bis dein Hund alleine und auf schnelligkeit durch die Slalomstangen läuft kann es schon etwas dauern. Man sollte darauf achten, dass der Abstand zwischen den einzelnen Pfosten nicht zu klein ist. In einer guten Hundeschule wird dir genauestens gezeigt, wie du mit jedem Hindernis startest.

Die Wippe

Fester Bestandteil eines Agility Parcours ist die Wippe. Hier geht es um den Gleichgewichtssinn und Vertrauen. Für viele Hunde ist es erst eine Überwindung, da sich eine Wippe plötzlich bewegt, wenn das Gewicht sich umverlagert. Mit der Wippe sollte man auch erst anfangen, wenn leichtere Übungen gut funktionieren. Man sollte stets darauf achten, dass die Wippe standfest steht und der Belag rutschfest ist.

Für den Anfang kann man als erstes mit einem kleinem Hindernis anfangen über dein Hund springen kann. In der Regel verstehen die Hunde das recht schnell. Die nächste Stufe kann dann schon etwas schwieriger werden. Diese Sportart hält nicht nur fit sondern fördert auch das Konzentrationsvermögen der Hunde und natürlich die Bindung zwischen Hund und Halter. Ob nur als Hobby oder mit Turnierambitionen. Agility bietet viel Spaß für Mensch und Tier.

Agility ist nicht für jeden etwas. Grundvorrausetzung ist, dass der Hund gesund ist und das enstprechende Alter hat. Die Hunde sollten mindestens 15 Monate und ausgewachsen sein. Das richtet sich oft nach Rasse. Es gibt Rassen, bei den die körperliche Entwicklung länger dauert und die erst mit bis zu 18 Monaten ausgewachsen sind. Natürlich können auch schon jüngere Hunde mit auf den Hundeplatz und an Übungen herangeführt werden, allerdings sollte man vermeiden Übungen zu machen, die die Gelenke oder Sehnen zu stark belasten.

Die körperliche Fitness sollte berücksichtigt werden und das Training langsam gesteigert werden. Im Zweifel sollte man sich das ok vom Tierarzt holen, bevor man anfängt.
es gibt auch Rassen, die für diesen Sport nicht geeignet sind. Zu große Hunde oder zu kleine Hund mit längerem Rücken können langfristig Schäden davon tragen.

Voraussetzungen sind:

  • Körperlich Fitness. Ein kurzer Check beim Tierarzt genügt.
  • Mindestalter 15 Wochen. Die Belastung für den Körper sollte während des Wachtstums nicht zu groß sein
  • Keine psychischen Probleme
  • Intaktes Herz-Kreislaufsystem
  • keine Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie/Ellenbogen-Dysplasie/Patella-Luxation

Agility

Los geht’s mit der Agility

Wenn alle gesundheitlichen Fragen geklärt sind, kann es auch schon losgehen. Bevor man sich ein ganzes Agility Set in den Garten stellt fängt man am besten in einer Hundeschule an. Viele Hundeschulen bieten Einsteigerkurse an, die dich und deinen Hund langsam an das Thema heranführen. Wichtig: Immer mit der Ruhe. Zu große Euphorie kann auch zu Frustration auf beiden Seiten führen. Das ist nicht das Ziel von Agility.

Es soll sich die Beziehung zwischen Dir und deinem Hund noch stärker machen. Deswegen gilt: ”Weniger ist manchmal mehr”! Ständiges Training und anfeuern kann dazu führen, dass dein und irgendwann überdreht ist. Sehr arbeitswillige Hunde, wie Border Collies neigen dazu. Seid ihr schon ein eingespieltes Team, könnt ihr euch ein Einsteigerset für Zuhause zulegen. Diese kann man wunderbar im Garten aufstellen und dann nach Lust und Laune neu arrangieren und trainieren wann man möchte. Jeder Parcour stellt dann neue Ansprüche und so wird es euch beiden nicht langweilig.

Seid ihr schon ein richtig gutes Team geworden könnt ihr auch an Wettbewerben teilnehmen. Bei jedem Turnier ist der Parcour anders. Das Reglement sieht vor, dass es zwei Richtungswechsel geben muss. Je nach Prüfungsstufe ist der Parcour zwischen 110 und 220 Metern lang und das Feld muss eine Mindestgröße von 20 x 40 Metern haben. Der Richter gibt durch Nummerierung die Reihenfolge des Parcours vor. Von kleinen internen Turnieren in der Hundeschule bis zur Weltmeisterschaften kann man viel erreichen.

Wie läuft ein Agility Turnier ab?

In Deutschland gibt es vier Leistungsklassen. Als Anfänger startet man A0 und kann bis zu A3 aufsteigen. Dafür muss man allerdings vorgeschriebene Qualifikationen erreichen. Die Höhe der Hindernisse richtet sich nach der Größe der Hunde.

  • Small (Hunde unter 35 zentimeter)
  • Medium (35 bis 43 zentimeter)
  • Large ( 34 Zentimeter und größer)

Vor den Wettkampf, kannst du den Parcour abgehen und Dir die Reihenfolge einzuprägen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme:

  • Versicherung des Hunde
  • Hund muss gechippt und geimpft sein
  • Der Hund muss die Begleithundeprüfung bestanden haben
  • Man muss Mitglied in einem Hundesportverein sein

Felix von edogs

Ich schreibe nicht nur Beiträge im edogs Magazin, sondern bin auch für das Social Media Marketing auf Facebook und Instagram zuständig.
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