Wesenstest Hund

Mit einem Wesenstest werden bei Hunden bestimmte Verhaltenseigenschaften geprüft. Vor allem Vierbeiner, die durch ein aggressives Verhalten auffallen, müssen die Prüfung durchführen. Bei vielen der sogenannten Listenhunde ist ein Wesenstest sogar Pflicht. Was es damit genau auf sich hat, wie er abläuft und wie hoch die Kosten sind, erfährst Du in diesem Artikel.

Welche Hunde müssen zum Wesenstest?

Nicht jeder Vierbeiner muss eine Wesensprüfung absolvieren. In zahlreichen deutschen Bundesländern ist es jedoch Pflicht, dass sogenannte Listenhunde nur dann behalten werden dürfen, wenn sie diesen Test bestehen. Dafür muss er oftmals zu einem bestimmten Zeitpunkt verpflichtend abgelegt werden, in der Regel dann, wenn der Hund an der Grenze zum Erwachsenenalter ist. 

Mehr Infos zum Thema Listenhunde findest Du in unserem Artikel Listenhunde in Deutschland 2020 – Diese Vorschriften gelten.

Oftmals müssen darüber hinaus Tiere zur Wesensprüfung, die andere Tiere oder sogar Menschen angegriffen haben. Das ist dann unabhängig von der Hunderasse, da der Wesenstest in diesem Fall behördlich angeordnet wird. Außerdem werden die Prüfungen in vielen Fällen als Nachweise für einen ruhigen Charakter bei Zuchttieren oder Diensthunden benutzt.

Inhalt der Wesensprüfung – So läuft er ab

Ziel eines Wesenstest bei Hunden ist es, die Charaktereigenschaften und das Verhalten der Vierbeiner zu beobachten, um gefährliche Tiere zu erkennen.

Der Wesenstest für Hunde läuft von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ab. In der Regel werden die Reaktionen der Vierbeiner auf unterschiedliche Menschen und Tiere geprüft. Darüber hinaus werden dort Situationen simuliert, bei denen der Hund aggressiv reagieren könnte. Außer wird der Hund üblicherweise mit Joggern, Radfahrern und Skatern konfrontiert. In einige Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen werden auch Regenschirme aufgespannt oder Schlüsselbunde geworfen, um die Reaktionen der Fellnase darauf zu prüfen. Die Prüfer achten darauf, ob der Hund ängstlich, neutral, schreckhaft oder aggressiv reagiert. Wenn der Hund in einigen Situationen nicht so reagiert wie erforderlich, hat der prüfende Sachverständige die Möglichkeit die zuständige Behörde zu informieren und bestimmte Einzelfallmaßnahmen zu empfehlen wie beispielsweise die Leinen- oder Maulkorbpflicht oder den Besuch einer Hundeschule.

Neben diesen charakterlichen Eigenschaften wird oftmals auch der Körper des Hundes auf Erkrankungen untersucht. Aus diesem Grund wird der Wesenstest oft von einem Tierarzt durchgeführt.

Kosten der Prüfung

Genaue Angaben zu den Kosten können leider nicht gemacht werden, da die Spannbreite sehr weit ist. In der Regel musst Du für einen Wesenstest bei Hunden einen dreistelligen Betrag einplanen, allerdings variiert dieser zwischen den verschiedenen Regionen. Beispielsweise kostet eine Wesensprüfung in Köln circa 100 Euro während in Sachsen-Anhalt Preise bis zu 500 Euro winken können. Hinzu kommen darüber hinaus oftmals Verwaltungsgebühren. Wie teuer der Wesenstest in Deiner Region genau ist, musst Du beim jeweiligen Amt erfragen. Die Kosten muss der jeweiligen Hundehalter tragen.

Michelle Holtmeyer