Zwingerhusten beim Hund

Die infektiöse Tracheobronchitis ist besser bekannt als Zwingerhusten. Es handelt sich hierbei um eine Hunderankheit, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Diese Erkrankung wird durch Viren und Bakterien hervorgerufen und betrifft die oberen Atemwege sowie die Bronchien und die Luftröhre. Hunde, die durch Stress ein geschwächtes Immunsystem besitzen sind besonders anfällig.

Symptome der Krankheit

Die Inkubationszeit kann von wenigen Tagen bis zu einem Monat andauern. Danach zeigen sich erste Symptome, wie sehr starker Husten. Dieser starken Hustenreiz tritt in der Regel recht plötzlich auf und kann so stark sein, dass er zum Würgreiz führt. Schon leichter Druck auf die Luftröhre kann einen Hustenanfall auslösen. Das Allgemeinbefinden des Hundes ist nicht stark beeinträchtigt.

Trotzdem können neben dem Husten und den rasselnden Atemgeräuschen, noch Symptome wie Augenausfluss und Niesen auftreten. Oftmals leiden die Hunde an einer Mandelentzündung sowie Fieber und Schnupfen. In einigen Fällen weigern sich die Hunde sogar zu trinken, da der Rachen so verschleimt ist. Das Trinken führt zu weiteren Hustenreiz. Dies tritt besonders Nachts auf und die Hunde kommen kaum zur Ruhe. Findet keine Behandlung statt, kann es zur einer Lungenentzündung kommen. Der Husten ist nicht mehr trocken sondern enthält schleimigen Auswurf. In diesem Stadium ist der Hund wenig belastbar und leidet an Appetitlosigkeit.

Ursachen für Zwingerhusten

Es kann mehrere Ursachen geben, dass ein Hund an Zwingerhusten erkrankt. Neben Viren und Bakterien können folgende Bedingungen eine Erkrankung fördern:

  • mangelnde Hygiene
  • zu warme oder zu kalte Bedingungen
  • zu hohe Luftfeuchtigkeit
  • physischer und psychischer Stress
  • Mangelernährung
  • Wurmbefall

 

In der Regel infizieren sich die Hunde durch den Kontakt mit Viren erkrankter Hunde. Bakterien oder Pilze können durch die geschädigten Atemweg leicht eine Sekundär Infektion auslösen. In den seltensten Fällen tritt die bakterielle Infektion zuerst auf. Das Risiko für ein Infektion ist am größten an Orten an denen Hunde in engen Kontakt miteinander stehen. Das ist in Tierheimen oder Tierpensionen der Fall.

Behandlung und Therapie der Infektion

Beim Auftreten der ersten Symptome sollte man möglichst schnell einen Tierarzt aufsuchen. Je nach Notwendigkeit werden therapeutische Maßnahmen eingeleitet. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion ist die Gabe eines Antibiotikums empfehlenswert. In manchen Fällen reicht die Behandlung mit einem Mittel gegen den Husten oder Fieber. Auf jeden Fall sollte der Hund keinen Belastungen ausgesetzt werden. Feuchte und kühle Luft können dazu beitragen, dass der Hustenreiz etwas gelindert wird. Im Regelfall klingt der Husten nach circa zwei Wochen ab. In dieser Zeit sollte man es vermeiden, dass der Hund Kontakt zu Artgenossen oder anderen Kleintieren hat. Diese könnten sich ansonsten anstecken.

Zur Vorbeugung gegen Zwingerhusten kann man seinen Hund Impfen lassen. Trotzdem besteht das Risiko einer Infektion, da unterschiedliche Erreger Zwingerhusten auslösen können. Wichtig ist ein gutes Allgemeinbefinden und ein gesundes Immunsystem um seinen Hund vor dieser Krankheit zu schützen. Gesunde Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft sind essentiell für ein gesundes Hundeleben.

Felix von edogs

Ich schreibe nicht nur Beiträge im edogs Magazin, sondern bin auch für das Social Media Marketing auf Facebook und Instagram zuständig.
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